In der Antike wurden Handwerk, Kunst und Wissenschaft einige Zeit lang mit dem gleichen Wort bezeichnet: Techne.

In der Antike wurden Handwerk, Kunst und Wissenschaft einige Zeit lang mit dem gleichen Wort bezeichnet: Techne.


Die gesamte Angelegenheit ist derart komplex, daß ich hier einen eigenen Themenblock zusammenfasse.
Hintergrund
Ich habe mich zu verfassen dieser Kolumne entschlossen, als ich begann, gemeinsam mit Künstlerin Monika Lafer Episoden für den Gleisdorfe „Zeit.Raum“ vorzubereiten, die der Erinnerung an den 8. Mai 1945 gewidmet sind: Episode XXVI: Mai acht, Bruchstelle (Zum 8. Mai 1945)
Ein Archivblatt
Wir von der Wissens- und Kulturarbeit haben darin das Feuilleton als eines von mehreren Genres an der Hand. Es ist die Drehscheibe für Beiträge zu den öffentlichen Diskursen. Das ist bewußt im Plural formuliert… [Der Volltext]
Kulturpolitik #1 weiterlesenWie gerne wird erörtert, was „die Aufgabe der Künstler“ sei, um dann Listen zu erstellen, was eine Künstlerin, ein Künstler, der Gesellschaft schuldig wäre.

Was ein Dorf war, konnte zur Stadt werden, als es für begabte Leute bezahlte Jobs gab, die Bedürfnisse nach Gütern und Dienstleistungen mit entsprechender Kaufkraft hinterlegten. Das bewegte die lokale Wirtschaft, nachdem hier über viele Generationen rundum kaum für den Markt produziert wurde. Viele Wirtschaften mit Flächen zwischen sechs und elf Hektar waren bloß eher kleine Selbstversorgerwirtschaften. Basis eines sehr kargen Lebens. (Ein Hektar = 10.000 Quadratmeter.)

In die 20 Jahre Projektlaufzeit fallen Veränderungsschübe in einem Ausmaß, das ich völlig unterschätzt hab. Der Rückblick macht dieses Crescendo an Neuigkeiten und Schwierigkeiten ganz gut erkennbar. Ab 2010 veränderte sich die sogenannte Initiativen-Szene, weil sich ihre Rahmenbedingungen völlig verschoben haben.

Das geschah vor dem Hintergrund von Big Data und der sich setzenden Vierten Industriellen Revolution in einer Welt voller Unruhe-Herde, von Klimafragen bis zu Flüchtlingsbewegungen. Bis 2015 konnten versierte Leute die Effekte im Kulturbetrieb bei Bedarf noch einigermaßen ignorieren.
Weitreichender Wandel weiterlesen(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Es ist verlockend, sich derzeit über Österreichs „Spitzenpolitik“ zu entrüsten, denn was sich da an Inkompetenz selbst feiert, kann man nicht mehr bemänteln. Von Funktionstragenden das einfordern, was ihre Job Description als Pflichten nennt. Geschieht das wenigstes an der Basis, im Kommunalbereich? Reden wir öffentlich Klartext?

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Menschen haben Interessen. Diese gedeihen oft als verdeckte Intentionen. Deshalb fordere ich in Kontroversen gerne: Nennen Sie Ihre Gründe! Ich habe allerdings inzwischen gelernt, daß in verschiedenen Bezugssystemen fundamental unterschiedliche Regeln gelten; auch für die Art wie Diskurse geführt werden und um Klarheiten gerungen wird.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Das klingt interessant: „Bundesministerium für Kunst, Kultur öffentlichen Dienst und Sport, Sektion IV: Kunst und Kultur, Team Strategie Kunst Kultur 22“. Der Job: „Kick-Off zur Kunst- und Kulturstrategie 22“. Und die Folgen: wird sich weisen.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Einige Rückmeldungen zeigen mir, daß es sich herumgesprochen hat: ich stecke augenblicklich in einer Kontroverse, die mir Post von einem Anwalt eingebracht hat. Es ist ja nicht so, daß mich derlei kalt ließe. Aber selbst der Briefwechsel mit einem Juristen ist Diskurs.
