Es gebe “viele Gerüchte”, aber es sei noch nichts “fix auf dem Tisch”, sagt Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark, wenn man mit ihm über die neue LEADER-Periode spricht. Dazu paßt, daß ja auch „Bürgermeister“ etwas unscharf gesagt ist, denn das ist er, genau genommen, derzeit gar nicht.
Christoph Stark bei der Durchsicht unseres Themenheftes „Die Ehre des Handwerks“
Konferenzchen in der „Kulturlounge“ des 40. TIP Kirta. Eine gute Gelegenheit, allerhand Dinge zu bereden. Eine leicht zu findende Anlaufstelle. Einerseits trifft man da lebhafte Leute, denen sonst nicht alle Tage über den Weg zu laufen ist. Andrerseits sind ja etliche Themen ganz gezielt auf den Kirta-Tisch zu packen.
Dissens ist immer knifflig. Aber erst ab da wird es in menschlicher Gemeinschaft wirklich interessant, denn der Modus „Wonne und Griesschmarren“ wirft ja gewöhnlich keine bedeutenden Fragen auf.
Zugegeben, wir schrammen an philosophische Kategorien entlang, wenn eine Position für zwischendurch lauten sollte: „Wir sind uns vollkommen einig, daß wir uns nicht einig sind.“
Citymanagr Gerwald Hierzi und Bürgermeister Christoph Stark
Wo Kunst- und Kulturschaffende mit öffentlichen Geldern arbeiten möchten, werden sie begründen müssen, worin der Leistungsaustausch besteht, für den man ihnen Geld überläßt. Wer für sich keinen exzellenten künstlerischen Rang geltend machen kann, sollte gerüstet sein, andere Gründe zu nennen.
Bürgermeister Christoph Stark macht klare Aussagen zu seinen Prioritäten
Das Arbeitskreis „Kulturtisch“ ist vom Regionalmanagement Oststeiermark (RMO) einberufen worden. Das ist eine planende und koordinierende Instanz der Großregion Oststeiermark (Bezirke Weiz und Hartberg-Fürstenfeld) als Ebene zwischen dem Land Steiermark und den Gemeinden. Ich hab im vorigen Eintrag skizziert, was es mit dieser Instanz genauer auf sich hat: Kulturtisch: Auftakt
Der „Kulturpakt Gleisdorf“ bewährt sich inzwischen auch, wenn Probleme oder Konflikte auftauchen. Bürgermeister Christoph Stark belegt durch schnelles Handeln die hohe Priorität, mit der das Kulturgeschehen in der Region inzwischen ausgestattet ist; genauer gesagt, jene Entwicklung, die einem Grundverständnis von gemeinwesenorientierter Kulturarbeit gewidmet ist.
Politik & Verwaltung reagieren prompt, von links: Gerwald Hierzi, Christoph Stark, Katharina Scheidl und Alois Reisenhofer
Gemeinden fusionieren, LEADER-Regionen werden zusammengelegt, die Verwaltungsreform des Landes Steiermark geht keineswegs ohne Brösel über die Bühne. Unsere Medienwelt verändert sich radikal, der Printsektor ist vielfach eingeknickt, über die Möglichkeiten im Web herrschen allerhand Unklarheiten.
Politik und Verwaltung: Bürgermeister Christoph Stark und Kulturpakt-Beauftragte Katharina Scheidl.
Es läßt sich etwa so zusammenfassen: Das Metier „Kunst & Kultur“ ist in einigen planenden Gremien der Regionalentwicklung angekommen. Das ist kein künstlerischer Akt und ich neige auch nicht dazu, diese Arbeit oder andere Varianten von Sozialarbeit als „Intervention“ herauszustellen, um derlei auf solchem Umweg unter die Flagge der Kunst zu reklamieren.
Etwas polemisch ausgedrückt: Können wir konzentriert über die Konsequenzen von Beuys reden und brauchbare Schlüsse ziehen oder lassen wir es lieber bloß beuyseln?
Bürgemeister Christoph Stark und LEADER-Managerin Iris Absenger-Helmli
Bürgermeister Christoph Stark fragte kurzfristig nach, wo ich gerade sei, wir könnten jetzt auf’s Terrain hinausgehen. Es ging um Platzwahl und inhaltlichen Zusammenhang für die Session, mit der das Duo diSTRUKTURA am 10. September unserem Symposion vorausgehen wird; mit der Übertragung von Balkan-Erde auf hiesigen Boden.
Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Starkhinter dem Rathaus
Beim Presse-Frühstück zum kommenden Herbst-Schwerpunkt ging es wesentlich um den „Kulturpakt Gleisdorf“, aber auch um die Positionen anderer, die diesen Herbst kulturell mitgestalten, ohne in unser Netzwerk eingebunden zu sein.
Politik, Verwaltung und Wirtschaft in Kooperation mit uns (von links): Bürgermeister Christoph Stark, City-Manager Gerwald Hierzi, Katharina Lagler (TIP Citymanagement) und Katharina Scheidl (Kulturbüro)