In meiner LEADER-Glosse #2 hab ich notiert, weshalb ich mich auf steirischer Ebene seit 2007 mit diesem Prinzip befaßt hab. Davor war ich schon einige Jahre mit vergleichbaren Überlegungen beschäftigt, als wir ab den 1980ern über „Eigenständige Regionalentwicklung“ nachdachten.
Gleisdorfer Licht-Installation von Alfredo Barsuglia
Es hat sich im Bereich der Origami Ninja Association heuer geradezu aufdringlich herauskristallisiert: meine Branche hat massive Probleme durch zum Beispiel verdeckte Intentionen oder blühende Inkompetenz bei etlichen Leuten, die in unserem Metier den Lauf der Dinge prägen, mitbestimmen.
Eine Presseaussendung, die a) steirische LEADER-Regionen mit b) „Die STEIERMARK-SCHAU“ verknüpft, nennt „steirischen Destinationen des mobilen Pavillons“. Das gibt uns einen Überblick und macht deutlich: da haben sich LEADER-Managements im Vorfeld der großen Schau schon früh verständigt und Programm entwickelt.
es ist immer wieder erstaunlich, wie effizient das industrieprodukt andreas gabalier sich im gesamten kulturbereich promoten läßt und sich dabei auch ins feuilleton schraubt. der mann würde eigentlich eher ins börsenblatt passen. ein produkt der unterhaltungsindustrie, das mit großem ressourcen-aufwand vermarktet wird, um einen angemessenen return of investment zu lukrieren, wobei enorme summen bewegt werden.
ob wir über musik reden, ob wir über ein gesamtes kulturgeschehen nachdenken, es muß jeweils eine zeit gegeben haben, da waren subalterne schichten in diesen belangen sich selbst überlassen, so lange sie den obrigkeiten gegenüber ihre pflichten erfüllten.
Hier müssen noch einige Takte Klartext zum Thema „Bottom up-Prinzip“ notiert werden. Es war kulturpolitisch wichtig, daß dieses Prinzip zu einer Bedingung für die Vergabe von Fördermitteln avancierte. Gleichzeitig hab ich über rund eineinhalb Jahrzehnte höchst unterschiedliche Deutungen des Prinzips erlebt.
Oktober 2009: Die Bürgermeister der Energieregion lassen sich unser Kulturkonzept vortragen.
Hier einige Daten zur Genese der Wissens- und Kulturarbeit im Rahmen des Programmes LEADER, soweit das die Oststeiermark und Kunst Ost betrifft. Das beginnt bei uns mit einer Vorgeschichte, die ansetzt, ehe sich die hiesige LEADER-Region formiert hatte.
Jänner 2009: Unser Projekt war der Angelpunkt für die „Erste steirische LEADER Kulturkonferenz“, die folglich in Gleisdorf abgehalten wurde.
+) Im Jahr 2006… …gab es noch keine (LEADER-) Energieregion Weiz-Gleisdorf. Da hatte ich Gerald Gigler, dem Leiter das steirischen „Referates für Innovations- und Kooperationsentwicklung im ländlichen Raum“, ein Arbeitsgespräch über die Möglichkeiten, Wissens- und Kulturarbeit in seinem Bereich zu etablieren. Siehe: [Link]
Was wurde aus dem Bottom up-Prinzip? Haben Politik und Verwaltung in der Steiermark an manchen Stellen die Tendenz, gefügige Leute zu fördern und kritische Geister an den Rand zu schieben oder sogar zu demontieren? Kann sein, was nicht sein darf und was etwa jenen EU-Kriterien widerspräche, die Bedingungen für einschlägige EU-Budgets sind? Schauen wir amal, dann sehn wir schon.
Franz Voves, vormals Landeshauptmann, 2007 in Gleisdorf
Künstlerin Monika Lafer hat sich vorgenommen, von einigen Positionen und Momenten der Stadt „Sicherheitskopien“ anzulegen. Dazu lotet sie derzeit verschiedene Modi aus. Einige der Ergebnisse werden dann in Episoden gezeigt, die im Gleisdorfer „Zeit.Raum“ rund alle vier Wochen wechseln.
wenn es um KULTURPOLITIK geht, ist oft eine genauigkeit nötig, die ich weder im alltagsdiskurs brauche, noch in meiner freizeit benötige, um das zu leben, was mir vergnügen bereitet. im TUN fühle ich mich nicht auf klare kategorien angewiesen, auf präzise unterscheidbarkeit. da mache ich einfach…
meister pillich hält eine altmetall-vorlesung im wohnzimmer von meister thaler.