(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Am 10. Mai 2022 fand die Weizer Session statt, deren offizielle Ergebnisse in einem Video festgehalten sind. Inzwischen hat auch die Krieglach-Session stattgefunden, es sind also bisher fünf Konferenzen dokumentiert: Die Übersicht.
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
[Vorlauf: Teil II] Gleisdorfs Kulturreferent Karl Bauer sagte bei der Ergebnis-Präsentation zu unserem 3er-Tisch in Weiz etwas sehr Anregendes: „Heraus aus den Blasen und hinein ins reale Leben!“ Ich denke, diesem Appell für einen Neustart nach der Corona-Depression, für eine aktive Kulturpolitik, werden alle Beteiligten zustimmen können, egal, in welcher Formation sie engagiert sind.
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Ich habe im Bereich der Wissens- und Kulturarbeit etliche LADER-Projekte absolviert. Ich habe ferner seit wenigstens 20 Jahren angenommen, das LEADER Regionalmanagement sei ein strategisches und operatives Werkzeug der Kommunen dieser Energieregion Weiz-Gleisdorf. Daher hab ich das Regionalmanagement als Teil der Verwaltung gesehen.
Von links: Astrid Kury, Iris Absenger-Helmli, Karl Bauer und Wolfgang Neffe
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
[Vorlauf: Bereichsübergreifendes II] Ich hab dieses Kultur-Mantra schon erwähnt: „Wenn den Kulturleuten nichts mehr einfällt, fangen sie an von Vernetzung zu reden.“ Ich kann wenigstens in der Oststeiermark auf mehr als 30 Jahre zurückblicken, in denen sich stets wiederholte, was einige Leute bei der aktuellen Weizer Konferenz auch aus ihrer Erfahrung heraus bestätigten.
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
[Vorlauf: Teil I] In Krusches kleinem Handbuch bewährter Mantras gibt es zwei, die sich speziell auf den heimischen Kulturbetrieb beziehen. Mantra 1: „Wenn den Kulturleuten nichts mehr einfällt, fangen sie an von Vernetzung zu reden.“ Mantra 2: „Vernetzung ist kein Inhalt, sondern ein Werkzeug.“ Ich habe seit den 1980er Jahren in der Region eine ganze Serie von Vernetzungsprojekten erlebt, einige selbst konzipiert und erprobt. Warum hat wohl bis heute keines abgehoben?
1988 bis 1990: kulturelle Kooperationsversuche zwischen Gleisdorf und Weiz
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Es ist naheliegend, daß in unserer Runde höchst unterschiedliche Auffassungen bestanden, was am Tisch 3 unter „Bereichs- und ressortübergreifendem Arbeiten“ bearbeitet werden sollte. Da ich diese Konferenz nicht als Plattform für Lobbyarbeit im Sinne von Partikularinteressen sah, wäre schon allein aus meiner Arbeitspraxis ein Fächer von Teilthemen aufzumachen gewesen.
Fotograf Richard Mayr bei unserer Tour zum Projekt „Wegmarken“
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Zugegeben ich nehme es persönlich, wenn mir jemand nicht bloß im Vorbeigehen, sondern nachdrücklich vorhält, ich sei ungenau und würde etwas nicht verstehen, obwohl man es mir erklärt habe. Zumindest wenn es den steirischen Kulturbetrieb angeht. (Auf anderen Feldern kommt das selbstverständlich vor.)
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Ich hab in meinen bisherigen Kommentaren zur großen steirischen Anstrengung „Kulturstrategie 2030“ schon betont, hier kämen sehr unterschiedliche Milieus zusammen, was auch Kulturschocks und Dissens mit sich bringen müsse. Das halte ich für unausweichlich, weil in diesen Milieus unterschiedliche Codes vorherrschen, Intentionen und Zielsetzungen ganz verschieden gelagert sind. Wer das zu nivellieren versucht, korrumpiert den Prozeß.
Iris Absenger-Helmli und Karl Bauer (Foto: Nikola Milatovic)
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
„Warum bist du so?“ „Es ist meine Natur.“
Von den über 40 Jahren, die ich in der Kunst lebe, habe ich gut 30 Jahre auf Wissens- und Kulturarbeit in der Provinz verwendet; als Akteur eines Initiativen-Milieus, das sich im Status von den staatsnahen Einrichtungen unterscheidet. Staatsnahe nenne ich jene, die längerfristig einen erhöhten Aufwand haben, also etwa eine eigene Spielstätte, ein fixes Haus, wenigstens eine angestellte Kraft etc.
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Ich solle es „multiperspektivisch“ betrachten, war ich in einem ausführlichen Gespräch vor der Weizer Konferenz ermahnt worden. Darüber habe ich nachgedacht, bevor ich anderntags aufbrach. Die Panel-Doku, wie sie auf Youtube dokumentiert ist, belegt das Multiperspektivische allerdings nicht so recht.