Ich habe eine erhebliche „Baustelle“ aufzuräumen, denn die Belege und Artefakte aus den letzten Projektjahren von Kunst Ost haben meinen pivaten Lebensraum überflutet.

Ich habe schon erzählt, daß Kunsthistorikerin Sigrid Meister sich nun in Teilzeitkarenz befindet, also ihr Sohn inzwischen groß genug ist, um ihr mehr Spielraum für andere Aufgaben zu lassen, so daß ihre Arbeit für das Museum im Rathaus (MiR) wieder Konturen annimmt.

Unmittelbar vor einem aktuellen Kulturpakt-Plenum nahmen Politik und Verwaltung in Gleisdorf einen Konsens-Check vor. Der Kulturpakt Gleisdorf wurde an der Basis entwickelt und den Funktionstragenden der Kleinregion als kulturpolitischer Modus vorgeschlagen.

Was die Kulturarbeit von Kunst Ost angeht, haben wir uns gegen ein Gießkannenprinzip engagiert, ein Verteilen von öffentlichen Geldern nach dem Motto „Für alle ein bißl was“. Das hat, wie sich inzwischen zeigt, auch für einige Irritationen an der Basis gesorgt.
Am Montag, dem 10. Februar 2014, gibt es ab 19:00 Uhr wieder ein öffentliches und frei zugängliches Arbeitstreffen des Kulturpakt Gleisdorf. Dabei werden nun vor allem einige konkrete Schritte zum kommenden Frühjahrsschwerpunkt besprochen.
Ich darf erinnern: Der Kulturpakt ist keine Förderstelle, sondern eine offene Arbeits- und Kommunikationsplattform.
Das sind nun die Tage, in denen wir Konsens zu überprüfen haben. Sind wir uns einig, wie es gemeint ist? Es geht um den gegenwärtigen Modus, der ein neuer Status im kulturpolitischen Gefüge dieser Region ist. Zur Erinnerung: Eines der Motti von Kunst Ost lautete „Vom Subventionsempfänger zum Kooperationspartner“.

Ich habe mich hier schon gegen ein Zentralisieren und gegen die Idee eines gesamt-regionalen Kulturmanagements ausgesprochen. Der Hauptgrund meines Einwandes liegt in der Tendenz vieler Bürgerinnen und Bürger, die Eigenverantwortung und das Eigenengagement weitgehend aufzugeben, um sich auf derlei Serviceeinrichtungen zu stützen.

Ich hab den vorigen Eintrag [link] mit der Feststellung beendet, Vernetzung sei kein Inhalt, sondern ein Werkzeug. Ich kann es erst anwenden, wenn mir konkrete Inhalte eine konkrete Handlungsweise nahelegen.

Das Arbeitskreis „Kulturtisch“ ist vom Regionalmanagement Oststeiermark (RMO) einberufen worden. Das ist eine planende und koordinierende Instanz der Großregion Oststeiermark (Bezirke Weiz und Hartberg-Fürstenfeld) als Ebene zwischen dem Land Steiermark und den Gemeinden. Ich hab im vorigen Eintrag skizziert, was es mit dieser Instanz genauer auf sich hat: Kulturtisch: Auftakt
