Kulturpakt: Praxis des Kontrastes

Unmittelbar vor einem aktuellen Kulturpakt-Plenum nahmen Politik und Verwaltung in Gleisdorf einen Konsens-Check vor. Der Kulturpakt Gleisdorf wurde an der Basis entwickelt und den Funktionstragenden der Kleinregion als kulturpolitischer Modus vorgeschlagen.

Von links: Karl Bauer, Alois Reisenhofer und Gerwald Hierzi

Im vergangenen Jänner hat Gemeinderat Karl Bauer ein Themenpapier ausgearbeitet, das dem politischen Ausschuß der Stadt als Grundlage dient, um die eigene Position in diesem Modellversuch zu präzisieren. Dieser Entwurf wurde nun aktuell debattiert.

— [Die 15 Punkte als PDF / Arbeitsfassung] —

Zentraler Punkt dies Vorhabens ist unter anderem die praktische Anwendung des „Bottom up-Prinzips“, wie es auch in etlichen relevanten Förderprogrammen vorgesehen ist: Bürgerinnen und Bürger sollen selbst wesentlichen Strategien zur Bearbeitung ihrer Belange entwerfen, das dann mit Politik und Verwaltung abstimmen und in konkretes Handeln übersetzen.

Dieses Ansinnen im Geiste demokratischer Praxis gilt nicht nur dem Kulturbereich, aber da ist nun ein lauffähiges Modell vorhanden, das sich derzeit ausdifferenziert.

Eine besondere Herausforderung ist dabei vorerst sicher die besondere Komplexität aus den höchst unterschiedlichen Motiven und Herangehensweisen der Kulturschaffenden. Das macht intensive Verständigungsarbeit notwendig, weil hier ja auch allerhand Dissens auftaucht, der aber keine Ausschließungsgründe ergibt.

Im Gegenteil, eine zentrale Aufgabe des Kulturpaktes besteht nun darin, diese Praxis des Kontrastes im Konkreten Tun zu verfeinern und zu bestätigen.

— [Kulturpakt Gleisdorf] [Generaldokumentation] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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