Kategorie-Archiv: Feuilleton

Statement: Sir Oliver Mally

Ich fühle mit. Als Musiker und Veranstalter! Die Lockerungen blenden natürlich.

Wieviele haben schon das notwendige Platzangebot zur Verfügung oder können innerhalb der Ortschaft von Club zu Saal wechseln (damit es irgendwie rentabel bleibt) um die kleinere Kapazität an Menschen „sicher“ zu übersiedeln?!

Aber anstatt zu beklagen was alles noch nicht möglich ist (es schreien leider sehr oft auch diejenigen, die eh nie was veranstalten) wäre es gut, die Ärmel aufzukrempeln und einfach zu tun was jetzt eben möglich ist.

Besser „kleine“ Live-Kultur als keine Kultur.
Keep on – schönen Sonntag
wünsch ich – der „Sir“

+) Ein Feuilleton (Kulturpolitik auf Kunst Ost)

Abgang Lunacek, Teil 1

„Also zum Mitschreiben: wir sind gerade uns selbst überlassen.“
(Martin Krusche am 12.5.2020 zur Kulturpolitik)

Intro
Wir haben während der letzten 30 Jahre zugelassen, daß praktisch alle unserer Lebensbereiche durchökonomisiert wurden; bis hin zu unseren Beziehungen. Das drückt sich in vielen unserer Sprachregelungen deutlich aus. Wir haben diese Entwicklung zugelassen, nachdem meine Generation auf besondere Weise aufgewachsen ist. Damit meine ich die 1950er- und 1960er-Jahrgänge. Wir wurden zur überhaupt ersten Generation in der Menschheitsgeschichte, die in weiten Teilen Europas ein Ausmaß an Freiheit, Sicherheit und Wohlstand genießen durften, das es davor nie gegeben hat.

Wie kommt die Butter auf das Brot?
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Virulente Patente…

…sind gerade nicht vorrätig. Ich muß mir die bemerkenswerte Situation erst zurechtrücken, um praktikable Schritte zu entwerfen. Nun erweist es sich als Vorteil, daß ersten 2010 (im Kielwasser der Lehman Brothers-Pleite) ein Kahlschlag an Budgets des Kulturbereichs vorgenommen wurde, daß zweitens ab 2005 erneut krisenhafte Entwicklungen auftraten, diesmal still und ohne Erklärung.

Habs nicht glauben wollen, hab nachgeschaut
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Syrien: In die Tonne getreten

Ich hab nun verschiedene Quellen durchgesehen und komme derzeit zu einem sehr simplen Fazit: Der Krieg ist für Assad gewonnen. In Syrien wurde eine militärisch Entscheidung zugunsten dieses Mannes herbeigeführt, der Folter und Mord offenkundig bedenkenlos für sich nutzt. Er hat sein Regime mit Hilfe iranischer und russischer Kräfte festigen können. Ich sehe keine Option, das mit militärischen Mitteln zu wenden.

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Eine Kugel für die Ministerin

Dr. Alma Zadic (© BKA / Andy Wenzel)

Seit der Antike wird in unserer Kultur eine simpel angelegte Taktik geschätzt, falls jemand in Streitgesprächen obsiegen und sein Gegenüber in den Graben fahren möchte. Man verzichtet darauf, Argumente zur Sache zu verfolgen, setzt auf Argumente zur Person.

Einfach ausgedrückt: Ich greife nicht Ihre Ideen an, sondern Sie selbst. Da findet sich bei Bedarf immer was. So jüngst in einer Welle von Angriffen auf Österreichs aktuelle Justizministerin Alma Zadi?.

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