Von Jürgen Kapeller
Gedanken über Kunst und Kultur in einer Zeit beschleunigter Entwicklungen, brachialer Veränderungen? Braucht man sowas? Brauche ich sowas?

Von Jürgen Kapeller
Gedanken über Kunst und Kultur in einer Zeit beschleunigter Entwicklungen, brachialer Veränderungen? Braucht man sowas? Brauche ich sowas?

Ich hatte beim Justieren der Zentralheizung ein Stück meines Archivs geflutet. Das gab bewegende Momente im Ringen um einen günstigen Ausgang der Geschichte.

Falls Sie bloß Ihre freie Zeit amüsant totschlagen möchten, um ihre unfreien Stunden zu ertragen, brauchen Sie mich nicht.

Vielleicht kennen Sie diesen wohligen Traum aus der soziokulturellen Kuschelecke, wie ihn manche Scheibende gerne pflegen.

In meinen Arbeitsgesprächen mit Science Fiction-Autor Jürgen Kapeller kam bezüglich „Künstlicher Intelligenz“ folgende Überlegung auf einen Punkt: „Die Kunst fordert die Gesellschaft heraus. Die KI fordert die Kunst heraus.“

Es gibt kein „unfehlbares“ Kunsturteil. Wozu auch? Es entstehen in der Kunst keine „Wahrheiten“ indem man Widersprüche eliminiert. Wozu auch?

Vorspann: Die kleine Grablaterne ist ein Praxisbeispiel für jene Deutungs-Praktik, die in der Kunsttheorie von Boris Groys als das Wechselspiel zwischen Valorisierung und Trivialisierung beschrieben steht.

Nämlich ich. Nämlich so. Denn da beginnt selbst für einen Dichter der Ernst des Lebens. Darf ich, der ich seit über 50 Jahren aktiver Teil des heimischen Literaturgeschehens bin, ein leidenschaftlicher Lyriker, mich für eine steirische Regionalgröße halten?

Ich habe im Web eine kleine Liste zur Geschichte der Netzkultur deponiert (Link am Seitenende!), damit deutlich wird, wie überschaubar dieses Zeitfenster ist, in dem sich unsere Info-Sphäre radikal verändert hat.

Das hat heuer ja gedauert. Mitte August. Und erstmals steht so ein Dschungelklima in der Gegend herum.
