Wenn es im Kulturbetrieb vor allem um Kunst ginge, wäre das für die meisten Menschen vermutlich ein Orchideenfach, für das man sich interessiert oder auch nicht.

Wenn es im Kulturbetrieb vor allem um Kunst ginge, wäre das für die meisten Menschen vermutlich ein Orchideenfach, für das man sich interessiert oder auch nicht.

Zu den Axiomen von Philosoph Paul Watzlawick gehören diese beiden: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ und „Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt“.

Selbstverständlich sind auch und vor allem Kunst und Kultur Felder für einen permanenten Status-Wettbewerb. Das in Abrede zu stellen wäre pure Heuchelei.

Zwischen der kulturpolitischen November-Krise Gleisdorfs im Jahr 2025 und der aktuellen Wahlkampferöffnung für 2030 durch die FPÖ wurde deutlich, daß die Genres Kunst und Kultur zu einem Spielplatz für den Kampf um verschiedene Interessensziele geworden sind.

Ich hab gelegentlich schon notiert, daß mir scheint, in der Region sein eine Art kulturpolitischer Hegemoniestreit ausgebrochen.

[Vorlauf] Was ich in Gleisdorf nun grauem Zeit an öffentlichen Diskursen erlebe, wird da und dort „Diskussion“ genannt. Eine Diskussion wäre nach meiner Auffassung der Austausch von Argumenten, ergänzt um das Klären von Begriffen, falls etwas in der Debatte unscharf erscheint.

Ich gehe davon aus, daß akute Probleme nur dann tauglich bearbeitet werden können, wenn es dazu einen stichhaltigen Befund gibt.
