ich hab immer zu viel zeugs, muß daher ständig was aussortieren, wegtragen, hauptsächlich altpapier. dabei nun das weekend-heft vom märz 2021. auf dem cover: „das große ranking: die top 555 steirer“.

ich hab immer zu viel zeugs, muß daher ständig was aussortieren, wegtragen, hauptsächlich altpapier. dabei nun das weekend-heft vom märz 2021. auf dem cover: „das große ranking: die top 555 steirer“.

Wie die Dinge zusammenhängen. Behördliche Reglements und Haftungsfragen. Ich hab es schon mehrfach erwähnt, da wird es für uns, die wir auf Autonomie und kleine Formate setzen, eng. Weshalb? Weil uns weder die Kulturpolitik noch die Behörde mit Ideen und Vorschlägen entgegenkommt.

da ich der überzeugung bin, spätestens zwischen 2015 und 2020 habe eine ära geendet, was sich am kulturbetrieb gut darstellen läßt, dämmert mir: das wäre vermutlich auch in einigen sozialen/familiären zusammenhängen festzustellen.

Selman Trtovac, den ich in meiner Glosse erwähnt und zitiert hab, schrieb mir heute: „Ich habe dein Text auf serbisch übersetzt“. Das trifft sich vorzüglich, denn ich halte dieses kollaborative Überschreiten von diversen Begrenzungen für unverzichtbar. Außerdem ist es meiner Meinung nach unumgänglich, sich immer wieder dem Klang anderer Sprachen zu widmen.

so könnte man meine one-bottle-fiesta nennen. oder auch: fiesta for one. das bedeutet: kurz vor mitternacht mach ich die flasche gut gekühlten cava auf und es wird nicht lange dauern, bis zwischen meinen ohren ein sanftes glimmen aufkommt.

Als ich mir jüngst noch ein Stück Impfdebatte (im „Hangar 7“) angehört habe, war im Pharmazeuten Hannes Loacker wieder ein Eiferer an zweierlei zu erkennen. Erstens fiel er Andersdenkenden oft ins Wort, mochte nicht abwarten, bis sie ihre Argumente vorgebracht hatten. Zweitens stellte er selbstreferentielle Behauptungen auf, um sein Verhalten zu legitimieren.

Ich sehe vorerst keine günstige Entwicklung für die Bedingungen des oststeirischen Kulturbetriebs. Da durch Jammern nichts besser wird, sollten wir mit neuen/nächsten Ideen reagieren können. Wie ich darauf komme?

Es gibt diesen sinnlichen Aspekt. Wie sehr mir diese Geselligkeiten von Kulturveranstaltungen abgehen. Das Stimmengewirr. Eindrücke und Denkanstöße. Der Wein. Die verhaltensoriginellen Momente einzelner Leute. In der Finsternis heimkommen, wo das alles noch in einem nachklingt.

Die Pandemie hat Kontraste verschärft, die uns jene Umbrüche besser sehen lassen, mit denen wir schon ins 2020er Jahr hineingerutscht sind. Inzwischen neige ich zur Ansicht, daß wir im Kulturbetrieb zwischen 2015 und 2020 das Ende einer Ära erlebt haben.

Ich hab gerade Post aus Novi Sad erhalten. Aus dem dortigen Museum der Vojvodina für zeitgenössische Kunst (Muzej savremene umetnosti Vojvodine).
