Kategorie-Archiv: Feuilleton

Wenn Dissens nutzlos wird

Es ist genau so gemeint: ich halte Dissens eigentlich für nützlich, für anregend und unverzichtbar. Er MUSS auffindbar sein, weil wir sonst Prinzipien der Demokratie für eliminiert halten müßten. Sollten wir eine pluralistische Gesellschaft vorziehen, welche Antwortvielfalt sichert, weil wir gemäß einer gängigen Vorstellung von Menschenrechten die Freiheit der Meinungsbildung für genau so ein Recht halten, dann muß es Dissens geben.

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Ausgelagerte Männlichkeit

Standorte wollen stets neu bestimmt und Modi stets neu verhandelt werden. So geht Navigieren, falls man nicht – gleich einer Statue – an einem Fleck eingemauert sein möchte. Klar? Klar! Ich mache derzeit interessante Erfahrungen in den laufenden Debatten, die sich aktuell sehr stark um zwei Themenschwerpunkte verdichten: a) Geschlechteridentitäten und b) männliche Gewalt an Frauen.

Autorin Emina Saric im Gespräch mit Künstler Niki Passath
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DJ Ötzi und das Steirertum

Als Paul Stepan das Dokument via Facebook lieferte, hielt ich es für Fake. Ein österreichweites Schulschlußkonzert, dessen prominentester Act DJ Ötzi ist. Satire. Oder? Ich sah auf der Website des Ministeriums nach. Ich sah auf der Website von DJ Ötzi nach. Nichts! Ich fragte bei Stepan auf Facebook nach. Sabine F. schrieb: „Nein kein Fake. Schreiben ging gestern an die Lehrer raus.“

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Ich, Hannes Schwarz, Sozialdemokrat

(Eine Rede)

Ich, Hannes Schwarz, Sozialdemokrat und Kultursprecher der steirischen SPÖ. Ich wende mich an Sie mit der Bitte um Gespräche, da dieses Land nun seit rund einem Jahrzehnt von bemerkenswerten Ereignissen erschüttert wurde, die Ihr Metier auf spezielle Art betreffen. All das hat verändernde Wirkung auf unsere Gesellschaft und erhielt durch Corona, durch die Pandemie-Erfahrung, eine Schärfung der Kontraste.

Hannes Schwarz (Foto: Karl Gruber / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)
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30 Jahre LEADER VI

Das Bottom up-Prinzip III

Ich höre aktuell, daß Funktionäre dieses Prinzip als eine Kompetenz der Region auf Funktionärsebene betonen, nicht als ein Prinzip der Bürgerbeteiligung. Darauf gehe ich später noch mit einem jungen Beleg ein. Faktum ist, mein „Kunst Ost“ war das erste formelle LEADER Kultur-Projekt der Steiermark. Und seit damals bemühen sich Funktionstragende, Kompetenzen und Budgets auf ihrer Ebene zu halten, nicht nach unten (zu uns) freizugeben.

Dietmar Seiler vor dem Stürmchen im Kunsthaus Weiz
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Kulturpolitik: Themen sortieren

Ich bin bekanntermaßen der Ansicht, daß Politik, die nur von Funktionstragenden gepflegt wird, keine ist; nämlich: Politik. Damit meine ich: Politikerinnen und Politiker stehen für die „Staatskunst“, für das Funktionärswesen. Sie haben die Verwaltung zur Seite, von der umgesetzt werden soll, was das Funktionärswesen beschlossen hat. Das ist aber nur ein einzelner Aspekt des Themas.

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Problemzone: Status?

Im Jänner 2021 schrieb Lidija Krienzer-Radojevic, Geschäftsführerin der IG Kultur Steiermark: „Wir brauchen dringend eine dynamische und progressive Kulturpolitik, die nicht nur rasch und effektiv Maßnahmen gegen die negativen Auswirkungen der Krise trifft, sondern auch alte politische Versäumnisse und verpasste Möglichkeiten bezüglich der Regelung der Arbeitsverhältnisse in diesem Sektor richtig stellt.“ [Quelle] Das sagt mir sehr zu.

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