Kategorie-Archiv: Feuilleton

Hinsehen und handeln, das ist Haltung

Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Festgäste! Geschätzte Anwesende!

Nur zur Erinnerung: Seit 10 Jahren findet hier am Heldenplatz das „Fest der Freude“ statt. Und zwar am 8. Mai, jenem Datum, an dem der von Hitler angezettelte Weltkrieg in Europa zu Ende ging und das Nazi-Regime besiegt war.

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Aber die Kunst! II

Ich hab es an verschiedenen Stellen schon betont. Die Frage „Was ist Kunst?“ halte ich für antiquiert.

Ich finde interessante Möglichkeiten durch die Frage „Wann ist Kunst?“, denn mein Leben in der Kunst läßt mir keine Zweifel: da geht es um sehr dynamische Phänomene. Die Dynamik kommt ganz wesentlich aus dem Wechselspiel zwischen individuellen Prozessen, laufenden Wahrnehmungserfahrungen, gesellschaftlichen Veränderungsschüben und dem jeweiligen Stand der Diskurse über Kunst.

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Aber die Kunst!

Ich finde gute Gründe, mich in Debatten für ein relevantes geistiges Leben zu exponieren, weil der Boulevard sehr breit geworden ist.

Auf den Gehsteigen dieses Boulevards wird gerne getuschelt und geraunt, daß man die knappe Aufmerksamkeitsspanne der Menschen berücksichtigen müsse, nicht über Gebühr strapazieren dürfe. Also möge vieles kurz gefaßt und plakativ sein, unterhaltsam sowieso.

Ist das so? Das ist schon okay, so lange Proponenten dieser Lebensart nicht an mir herumzerren. In einer Demokratie muß es einem frei stehen, die knackige Unterhaltung zu bevorzugen. Der Circus Maximus hat nie geendet.

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