Kategorie-Archiv: Reflexion und Grundlagen

Was es wiegt… #66: Wir haben eine Situation!

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Ich gebe nichts auf das Gerede von der „gespaltenen Gesellschaft“. Erlebbare Auffassungsunterschiede über Weltsicht, Lebensart und Menschenbild waren schon vor Corona eklatant. Es wurde meist nur in Nischen schlagend, oft von der Allgemeinheit unbemerkt, wenn eine Community deviante Personen markiert und schließlich sanktioniert hat.

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Was es wiegt… #65: Ceterum censeo

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

…im übrigen meine ich, daß wir nicht wissen, wovon wir reden, wenn wir keine Begriffe haben. Ich empfinde daher wachsenden Kummer mit meinem Berufsfeld, wo sich exponierte Menschen weigern, Begriffe zu überprüfen und deren Gehalt offen zu erörtern, auf daß wir unseren Orientierungssinn kalibrieren können.

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Was es wiegt… #64: Die Landesebene

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Zugegeben, wenn ich pro Tag drei bis vier Anrufe hereinbekomme, wenn ich überdies pro Woche drei bis vier Arbeitstreffen hab, wie das derzeit geschieht, beschleicht mich das Gefühl, a) ich würde ein Sekretariat brauchen und b) ich komme kaum noch zum Arbeiten.

Heidrun Primas
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Was es wiegt… #63: Billiger Content

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Da wäre launiger Mumpitz auf der Landesebene zu erörtern. Ich kann mich nur wundern, wie es zu manchen Entscheidungen kommt. Aber ich verstehe, daß die Verwaltung immer wieder auf Wow-Effekte setzt und dabei schaut, wie sich bei minimalem Mitteleinsatz maximale Wirkung erzählen läßt; auf Kosten anderer Leute. Das Gemeinwesen ist ja auch bloß ein Business. Oder?

(Quelle_ Facebook)
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D:Demo #15, Kultur im Krisenmodus

Die Covid-Pandemie wird immer mehr zu einer Herausforderung für die Kultur. Dabei geht es nicht nur um wirtschaftliche Schäden, sondern zunehmend auch um Engagement und Ehrenamt in den Vereinen. Unsere Spielstätten wie z. B. Forum Kloster, Kulturkeller oder das VAZ Laßnitzthal leiden an Besucherschwund, wie auch die Wirtshäuser, Cafés und Buschenschänken halb leer bleiben. Auch Vereins- und Privatveranstaltungen können nicht in vollem Umfang stattfinden. Dies belastet zunehmend unser Zusammenleben und das Miteinander.

Ein Statement von Gleisdorfs Kulturreferent.
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Weitreichender Wandel

In die 20 Jahre Projektlaufzeit fallen Veränderungsschübe in einem Ausmaß, das ich völlig unterschätzt hab. Der Rückblick macht dieses Crescendo an Neuigkeiten und Schwierigkeiten ganz gut erkennbar. Ab 2010 veränderte sich die sogenannte Initiativen-Szene, weil sich ihre Rahmenbedingungen völlig verschoben haben.

Das geschah vor dem Hintergrund von Big Data und der sich setzenden Vierten Industriellen Revolution in einer Welt voller Unruhe-Herde, von Klimafragen bis zu Flüchtlingsbewegungen. Bis 2015 konnten versierte Leute die Effekte im Kulturbetrieb bei Bedarf noch einigermaßen ignorieren.

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20 Jahre: Work in Progress

Dieses 2022 ist nun das 20. der geplanten 20 Jahre meines Projektes The Long Distance Howl. Eine Formation wie ein Boiler Room. Selbst in dieser Corona-Zeit hab ich oft zu viele Kanäle offen gehabt. Nun also die Konzentration, damit etwas sein Ende finden kann und ich in den kommenden Jahren mehr in die Tiefe gelange.

Zeit.Raum: Stahl schneiden
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Was es wiegt… #61: Status quo, kulturpolitisch?

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Im vorigen Eintrag war zu notieren: „Ich meine, wir sollten das Jahr 2022 für eine Bestandsaufnahme nutzen. Wo steht die Steiermark kulturpolitisch? Welche Optionen stehen zur Debatte? Wo möge die Reise für welchen Teil des Kulturbetriebs hingehen? Im Land und beim Bund stellt man sich solche Fragen ja aktuell.“

Rund 30 Jahre Wissens- und Kulturarbeit in der Provinz: Autor Martin Krusche
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Was es wiegt… #60: Ist Kunst politisch?

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Intrada: Leute! Wie soll ich denn meine laufende Arbeit erledigen, wenn mich dieses ganze Themenpaket so einsaugt und dabei immer mehr von seiner Komplexität aufblättert? Zur Sache: Wenn ich schon beklage, daß wir in der Steiermark seit über 20 Jahren keinen öffentlichen kulturpolitischen Diskurs von Relevanz haben, muß ich nun dranbleiben. Aktuell: Künstlerin Ada Kada und Schauspielerin Beatrix Brunschko haben mir grade einen Ball aufgelegt.

Wer es möchte, bekommt kulturpolitische Debatten. Von links: Die Künstler Selman Trtovac (Beograd) und Martin Krusche mit dem steirischen Kulturamtsleiter Patrick Schnabl.
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