(Ein Erklärungsmodell zur künstlerische Grundlagenarbeit)
Von Monika Lafer

(Ein Erklärungsmodell zur künstlerische Grundlagenarbeit)
Von Monika Lafer

Es gehört für mich zu den eher raren Erlebnissen, daß ich mit einem Menschen in einer kommunalen Funktion ein fundiertes Gespräch über kulturpolitische Fragen führen kann.

Ich bekomme ab und zu Empfehlungen, daß ich meine Ansichten für mich behalten solle. Das kann auch die Zuschreibung „Stasi“ enthalten.

Die Kleinregion Gleisdorf ist eine heiße Zone des Neofaschismus. Nicht erst seit Jahren, seit Jahrzehnten.

Vielleicht sollte ich begreifen, daß an der Situation nichts neu ist. Bloß der Umstand, daß die Social Media den Stammtisch und die Bassena in den öffentlichen Raum erweitert haben, macht stärker wahrnehmbar, was mich umgibt.

Im Sport nennt man das eine fliegenden Start. In die Fliegerei nennt man das durchstarten. Daran ist nichts Sensationelles. Es bedeutet bloß, daß man in einem Vorhaben nicht erst aus dem Stand beginnen muß.

Wenn man exponierte Personen des regionalen Rechtsrucks über längere Zeit begleitet und den Ausdruck ihrer Weltanschuungen dokumentiert, fällt es zunehmende schwer, dabei wach zu bleiben.

Ein neues NID-Booklet ist der Frage gewidmet, was wir mit einem sehr populären Begriff eigentlich meinen und in welcher Tradition so manche Tradition eigentlich steht.

Es ist natürlich nur eine Seite meiner Existenz, ein Künstler zu sein. Ich bin Teil eines konkreten Gemeinwesens, politisch anwesend im klassischen Sinn.

Nein, nicht gleich wie die Welt wurde. Keine Genesis, aber das Web via TCP/IP, allerhand zwischendurch, schließlich die Social Media…
