Kategorie-Archiv: Feuilleton

Overflow

Oder: Wissens- und Kulturarbeit in Tränen ersäufen?

Vorweg: wie sollte eine relevante Kulturpolitik ohne zeitgemäße Medienkompetenzen gelingen? Wann verhandeln wir wo die konzeptionellen Grundlagen eines Kulturbetriebs nach der Pandemie? Wenn ich mir eine dauerhafte Erregung über Kummer und Ärgernis rund um die Welt gönne, könnte mir schnell die Luft ausgehen, sobald ich mich um konkrete Probleme vor meiner Nase scheren sollte. Können wir über notwendige Balance reden?

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Howl: Jahr 18, vier

Dreisprung

Hier noch einmal die drei Punkte und ihr Kontext, damit ich das dann in die Ablage schieben kann. Es waren eigentlich unübersehbare Markierungen: 2010, 2015 und 2020 wurden die Strukturen unsres Kulturbetriebs so massiv erschüttert, daß man sich hätte in Träumerei flüchten müssen, um es nicht zu bemerken.

Christian Buchmann, vormals Kulturlandesrat, bei einem meiner Kulturgespräche in Gleisdorf
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Howl: Jahr 18, zwei

Goldgräber und Heuschrecken

So viele Jahre hat mich dieses Bonmot des Soziologen Gunnar Heinsohn begleitet: „Um Brot wird gebettelt. Um Rang wird geschossen.“ Blicke ich aber auf die bisher fast 18 von den 20 geplanten Jahren meines Projektes „The Long Distance Howl“ zurück, steht fest, ich habe das Rennen um Rang ausdauernd und vollkommen unterschätzt.

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Howl: Jahr 18, eins

Ende eines Narrativs

Nun das 18. von 20 Jahren Projektlaufzeit von „The Long Distance Howl“. Launiges Schicksal! In dieser Spanne zwischen 2003 und 2022 einer gebündelten Arbeitsphase manifestiert sich ein Umbruch von enormem Ausmaß. Die Globalisierung ist umfassend. Der Kapitalismus ist in einigen Bereichen am Ende seiner Möglichkeiten angelangt. Das große Narrativ, mit dem ich aufwachsen durfte, hat sich erschöpft.

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Mein Beruf

Wem müßte ich nun noch erzählen, daß wir Kunstschaffende derzeit in Schwierigkeiten stecken? Das war schon vor der Pandemie ein schwieriges Terrain. Nun haben wir eine prächtige Krise, aus der etwas gemacht werden will. Genau das beschäftigt mich derzeit. Die Krise zu Verbesserungen nützen.

Die Vielfalt der Genres und Lebenskonzepte (von links): Autor Martin Krusche, Politologin Monika Mokre, Autor Helmut Schranz (†), Kunsthistorikerin Mirjana Peitler-Selakov, Künstler Jörg Vogeltanz und Architekt Ivan Redi (Foto: Archiv van.at)
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