Soll ich annehmen, jener Teil der steirischen Gesellschaft, welcher bei Laune auf Frauen und Mädchen losgeht, habe sich geläutert, verändert? Wohl kaum.

Soll ich annehmen, jener Teil der steirischen Gesellschaft, welcher bei Laune auf Frauen und Mädchen losgeht, habe sich geläutert, verändert? Wohl kaum.


Ich staune weiterhin, wie wenig sich in diesen Dingen bewegt. Ich muß zur Kenntnis nehmen, daß hier noch ein weiter Weg der kleinen Schritte offenbar das Maß der Dinge ist. Vor allem innerfamiliäre Gewalt, aber generell Gewalt gegen Frauen und Mädchen halte ich in unseren öffentlichen Diskursen für markant unterrepräsentiert. Ich hänge dem Modus „Vom ‚Du sollst!‘ zum ‚Ich werde!'“ an. Ich werde daher diese Themen weiter im Blickfeld halten.
Orange 2025 weiterlesenAls sich Österreichs Netzkulturszene Ende der 1990er erstmals bundesweit verständigt hatte, um sich zu konsolidieren, war noch anzunehmen, die neue Situation werde im Kern zu einer Art hochkarätigem und vor allem autonomen Feuilleton führen. (Siehe am Seitenende: Meko 99!)

Ganz egal, was ich in den Social Media tue, jeder Schritt wird in riesigen Serverfarmen vermerkt und mein Handlungsmuster ausgewertet.

Stellen Sie sich ein Ressentiment wie eine Blechkiste vor. Stabiler Deckel, Schloß, Aufschrift. Das Ding ist gut stapelbar. Eine Kiste pro Thema, das Sie bewegt. Babynahrung? Sozialismus? Geländewagen? Epidemien? Mikrowellenherde? Bundeskanzler? Ganz egal!

Es war noch nie so einfach, gekränkt zu sein. So lautete eine Headline zu Philosoph Richard David Precht im „Tagesspiegel“. Der Satz taugt als Bonmot.

Heute ist der dritte November. Dazu hat mir die Erinnerungsmaschine von Facebook zwei Notizen von 2023 aus dem Stapel gezogen, die mir vorzüglich passen.

Grausames Österreich, wo Finanzbeamte in der Nacht schuften müssen, um die Summe ihrer Aufgaben zu bewältigen und uns um vier Uhr morgens mit unverzichtbaren Informationen zu versorgen.
Banditen weiterlesenNa klar hat der Scheuer etwas sehr Literarisches, wenn er eine Geschichte erzählt. Auch falls er sie dann vor allem gezeichnet umsetzt. Das ändert nichts an der Notwendigkeit des markanten Narrativs.
