Unsere Nation? Unsere Heimat? Wer meint, hier käme aus „langer Dauer“ irgendeine Legitimation, liegt völlig schief.

Unsere Nation? Unsere Heimat? Wer meint, hier käme aus „langer Dauer“ irgendeine Legitimation, liegt völlig schief.

Wie in der vorangegangenen Folge notiert: Die Verlockung, bei Problemen auf eine menschenverachtende Variante des Nationalismus zurückzugreifen, ist stets lebendig und für manche unwiderstehlich.

Sagt jemand Volk, weiß ich erst einmal nicht, was genau gemeint ist. Das muß dann aus dem weiteren Zusammenhang klar werden.

Ich hab in meinen Notizen zum Krieg gegen die Ukraine jüngst angemerkt, daß es in Gleisdorf „Pickerl-Kampagnen“ gebe, die im öffentlichen Raum realisiert werden.

Ich bin nun schon eine Weile mit Fotograf Richard Mayr unterwegs und wir verfolgen unterschiedliche Themenlinien, von denen sich manches dann im Web manifestiert. Dabei loten wir verschiedene Optionen aus.

Manchmal pressiert es eben. Nachdem ich nun als NID-Editor meinen (elektronischen) Schlüssel erhalten habe, war erst einmal Folge 1 der Tesserakt-Reihe fällig. (Siehe den Link am Seitenende!) Nun aber auch die Folge 6 der Gleisdorf-Zwölfseiter.

Als junger Kerl entschied ich mich in der Kunst zu leben. Ich bin nun im 46. Jahr der Konsequenzen, nachdem ich meine Anstellung als Buchhändler von heute auf morgen gekündigt hatte. Ich mochte die Pose, auf eine Kündigungsfrist und ausstehendes Geld zu verzichten. Ein romantische Zugang, den ich auch in der künstlerischen Arbeit hatte.

Ich bin seit den 1970er Jahren mit dem Büchermachen befaßt. Das beruht auf einer Leidenschaft, die sich schon einstellte, da konnte ich noch gar nicht lesen. Meine älteste Erinnerung betrifft eine Enzyklopädie im Haushalt meiner Großeltern. Darin gab es beeindruckende Farbtafeln. Lithographien, unter denen mich jene mit den Tiefseefischen am meisten bewegt haben.

Ich fand eben eine Nachricht, daß der Grazer Künstler Gerhard Raab eine Krankheit nicht überlebt hat. Wir hatten uns in der Schule kennengelernt. Da sind wir vermutlich etwa 14 Jahre alt gewesen. Raab hatte zu der Zeit als Zeichner und Maler schon ein auffallend hohes Niveau. Ein Leben in der Kunst. Das muß ihm vorgeschwebt haben. (Ich erinnere mich, daß er einige Bücher mit den Lebensgeschichten von Künstlern wie Van Gogh und Picasso gelesen hat.)

Ich brauche schon eine Weile sehr viel Stille. Das war freilich jüngst für etliche Stunden so gar nicht zu haben. Es ist aber bloß eine Markierung mehr, die verdeutlicht, wo man lebt, wenn man es vorzieht in einem Stadtzentrum zu wohnen. Da treffen sich und kollidieren auch sehr viele höchst unterschiedliche Interessen. Ich bin geraume Zeit ohne jede Feierlaune, stoße mich aber nicht an den Vergnügungen der anderen Leute.
