Manchmal ist es weder meiner Laune, noch meinen Arbeitszeitressourcen zuträglich, mich eingehender mit Leuten zu befassen, die via Social Media eine Schule der Niedertracht entfalten.

Manchmal ist es weder meiner Laune, noch meinen Arbeitszeitressourcen zuträglich, mich eingehender mit Leuten zu befassen, die via Social Media eine Schule der Niedertracht entfalten.

Das wissen wir nicht. Der lebhafte Exeget und Kommentator rührt zwar gerne im öffentlichen Diskurs um, aber er tut das maskiert. Er bleibt verschleiert und anonym.

Das Geschichtchen paßt zum Umfeld des Nationalfeiertages in Österreich, der ein Anlaß sein mag, zu überlegen, was wir uns aktuell darunter vorstellen möchten: Republik Österreich.

Ich habe einen Namen, eine Stimme und ein Gesicht. Ich bin ein Mann der Republik und eines der Riffe gegen das, was von rechts kommt.

Marx rotiert im Grab. Stalin klopft sich amüsiert auf die Schenkel, grinst und murmelt: „Ach, die Kinder!“

Ich bekomme ab und zu Empfehlungen, daß ich meine Ansichten für mich behalten solle. Das kann auch die Zuschreibung „Stasi“ enthalten.

Es bedarf großer Konzentration und auch einiger Disziplin, um einstmals gelebtes Leben in einem Fachbuch zu verdichten.

Die Kleinregion Gleisdorf ist eine heiße Zone des Neofaschismus. Nicht erst seit Jahren, seit Jahrzehnten.

Vielleicht sollte ich begreifen, daß an der Situation nichts neu ist. Bloß der Umstand, daß die Social Media den Stammtisch und die Bassena in den öffentlichen Raum erweitert haben, macht stärker wahrnehmbar, was mich umgibt.

Wenn man exponierte Personen des regionalen Rechtsrucks über längere Zeit begleitet und den Ausdruck ihrer Weltanschuungen dokumentiert, fällt es zunehmende schwer, dabei wach zu bleiben.
