Ich sehe es heute genauer: Das offizielle Gleisdorf hat einen kulturpolitischen Scherbenhaufen verursacht.

Ich sehe es heute genauer: Das offizielle Gleisdorf hat einen kulturpolitischen Scherbenhaufen verursacht.

Reden wir über Rollenklarheit. Als Künstler bin ich erst einmal nur der Kunst verpflichtet. Was sich da sonst noch an Agenda draufpacken läßt, ist anderen Zusammenhängen als der Kunst gewidmet.

Vernetzung ist kein Ereignis, sondern ein Prozeß. Vernetzung zeigt sich in einem konkreten Wechselspiel und darstellbaren Ergebnissen.

Wissens- und Kulturarbeit von Relevanz, künstlerische Praxis eingeschlossen, braucht sehr verschiedene Arten von Ressourcen.

Was Gleisdorfs Kulturbetrieb angeht, kann man durchaus sagen: Da brennt das Dach. Wie reagiert darauf jene Basis Kunst- und Kulturschaffender, welche nun über Jahre per „Kulturpakt Gleisdorf“ in Erscheinung getreten ist?

Dies ist der erste Tag des neuen Jahres. Ich habe als aktiver Künstler ein fundamentales Interesse am aktuellen kulturpolitischen Zustand der Kleinregion Gleisdorf.

Kulturreferent Karl kommentierte: „Um einen Überblick zu bekommen, müssen wir zuerst die einzelnen Teilbereiche und ihr Verhältnis zueinander klären. Danach geht es in die Partizipation um Partner mit Gestaltungswillen zu finden.“

Ich bin derzeit damit befaßt, zu sammeln, was an stichhaltigen Informationen verfügbar ist. Aus dem Rathaus gibt es nun eine erste Stellungnahme, die ich als formell ansehe.

Jeder Text ist ein Appell, jedes künstlerische Werk ein Kommunikationsangebot. Wir müssen es aber dem Publikum überlassen, ob jemand darauf eingeht, womöglich antwortet.

Die Stadt Gleisdorf erlebt eine kulturpolitische Krise von sensationellem Ausmaß. Wer das allerdings nicht kommen sah, sollte eventuell erst einmal die eigene Kompetenzlage überprüfen.
