Das Web bietet uns über Telepräsenz und Teleworking wunderbare Möglichkeiten, räumliche Distanzen zu überbrücken.

Das Web bietet uns über Telepräsenz und Teleworking wunderbare Möglichkeiten, räumliche Distanzen zu überbrücken.

Jeder Text ist ein Appell, jedes künstlerische Werk ein Kommunikationsangebot. Wir müssen es aber dem Publikum überlassen, ob jemand darauf eingeht, womöglich antwortet.

Zugegeben, ich wundere mich noch ein wenig, obwohl sich das Phänomen fast wie nach Lehrbuch zeigt.

Von Jürgen Kapeller
Gedanken über Kunst und Kultur in einer Zeit beschleunigter Entwicklungen, brachialer Veränderungen? Braucht man sowas? Brauche ich sowas?

Wie möchte ich verbleiben, nachdem die letzten Jahre sehr aufschlußreich waren? Da ist dieses Phänomen, daß einen nicht nur kommerziell orientierte Companies umschwärmen, weil jemand an mein Geld möchte.

Dieses Buch hat zwei markante Eigenschaften. Es ist die überhaupt erste Monografie in Sachen Steyr-Puch 500. Außerdem war es längst erschienen und auf dem Markt verfügbar, als ich Kulturwissenschafter Matthias Marschik zum ersten Mal real getroffen hab.

Es steht einem frei, Social Media ausschließlich dafür zu verwenden, daß sich eine große Menge an „Followers“, wahlweise „Friends“, generieren läßt.

Als sich Österreichs Netzkulturszene Ende der 1990er erstmals bundesweit verständigt hatte, um sich zu konsolidieren, war noch anzunehmen, die neue Situation werde im Kern zu einer Art hochkarätigem und vor allem autonomen Feuilleton führen. (Siehe am Seitenende: Meko 99!)

Ganz egal, was ich in den Social Media tue, jeder Schritt wird in riesigen Serverfarmen vermerkt und mein Handlungsmuster ausgewertet.

Stellen Sie sich ein Ressentiment wie eine Blechkiste vor. Stabiler Deckel, Schloß, Aufschrift. Das Ding ist gut stapelbar. Eine Kiste pro Thema, das Sie bewegt. Babynahrung? Sozialismus? Geländewagen? Epidemien? Mikrowellenherde? Bundeskanzler? Ganz egal!
