Kunst Ost: Klarer Kurs

Wie sich Gleisdorf in seinen Gemeindestrukturen gerade fundamental wandelt, so hat auch die Kulturarbeit an der Basis sich in den letzten Jahren stark verändert. Der Kulturpakt Gleisdorf ist auf markante Akzente im Gemeinwesen ausgelegt. Dabei bietet die Kulturabteilung der Stadt eine professionelle Begleitung.

Künstler Niki Passath bei einem Robotik-Workshop für Mädchen

Im Kontrast dazu setzt die Kulturspange auf „Laborarbeit“, in der weitreichendere Optionen ausgelotet werden. Währenddessen hat sich das „Aprilfestival“ völlig verselbstständigt. Kunst Ost konzentriert sich jetzt schon auf einen laufenden Prozeß, der sich im Herbst 2015 wieder in einem Gleisdorfer Kunstsymposion einlösen soll.

Dieses Symposion wird über Kooperationspartner Verzweigungen nach Belgrad und nach Bad Mitterndorf haben. (Kurioser Kontrast, hm?) Der wachsende Austausch innerhalb der Steiermark sowie mit Kulturschaffenden in Bosnien und Serbien sichert dem ganzen Vorhaben eine europäische Dimension.

In Kooperation mit der Initiative Fokus Freiberg soll heuer ein Schwerpunkt Medienkompetenz & Netzkultur verfolgt werden. Alle Bereiche werden aber auch über Anteile im Thema „Mobilitätsgeschichte“ verzweigt, um mit einer nächsten Station des Projektes „Mythos Puch“ ein Stück Alltagskultur zu erschließen.

Techniker Ewald Ulrich engagiert sich zunehemnd im Kulturbereich

Unternehmer Ewald Ulrich hat sich inzwischen stark auf das Teilthema „Geist in der Maschine“ konzentriert. Im ersten Kunst Ost-Arbeitsgespräch des heurigen Jahres wurden mit ihm nun die aktuellen Optionen debattiert. Dabei sieht Kunsthistorikerin Mirjana Peitler-Selakov Anknüpfungspunkte. Ihr GISAlab ist ebenfalls eines der Kunst Ost-Projekte, das sich inzwischen verselbstständigt hat.

Das GISAlab wird heuer erneut mit Robotik-Künstler Niki Passath („Crazy Robots“) bei der AVL Cultural Foundation gastieren. Darin sieht Peitler-Selakov eine Option, das Labor wieder einmal in die Region zu verzweigen, wo es vor Jahren im „Frauenmonat“ von Kunst Ost seinen Beginn hatte.

Da sind Zusammenhänge, die Heimo Müller mit seinem „Mobile Media Lab“ interessant findet. Nun gehen wir in einer nächsten Klärungsrunde daran, greifbar zu machen, wie all diese Optionen konkret verknüpft werden können. Bei der aktuellen Themenstellung von Kunst Ost füllt sich nun der Themenrahmen mit Arbeitsvorhaben: „Die Ehre des Handwerks, das gewicht der Kunst, der Geist in der Maschine“.

Das Automobil als kultureller Code und als Generalfetisch unserer Gesellschaft (Bild: Carlo Egler, 1923)

So finden Kunstpraxis, auch Wissens- und Kulturarbeit, diverse Anknüpfungspunkte in den Hauptthemen, eröffnen zugleich die genannte europäische Dimension als größeren Möglichkeitsraum für regionale Kräfte.

Unter „Kulturspange: Roadbook“ [link] habe ich einen der aktuellen Arbeitsbereiche schon beschrieben. Das fällt zugleich in den Darstellungsbereich des Themen-Portals, das ich nun zur besseren Übersicht angelegt hab.

Das neue Themen-Portal ist mit „Mythos Puch“ überschrieben. Sie finden es im Internet unter: [link]

— [Generaldokumentation] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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