Es gefiel ihm, eine ganze Stadt via Lautsprecher zu belehren. Aber er verbittet sich Kommentare seines Handelns.

Es gefiel ihm, eine ganze Stadt via Lautsprecher zu belehren. Aber er verbittet sich Kommentare seines Handelns.

Am 6. Mai ging meine Notiz bezüglich „Pausentaste“ online. Wir waren also vor rund eineinhalb Wochen an einen Tisch gesessen, wozu mich Isabella Tomschitz eingeladen hatte.

Wir haben ein semantisches Problem. Sind unsere Begriffe ausgebleicht und beliebig, wissen wir nicht, worüber wir reden.

Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Festgäste! Geschätzte Anwesende!
Nur zur Erinnerung: Seit 10 Jahren findet hier am Heldenplatz das „Fest der Freude“ statt. Und zwar am 8. Mai, jenem Datum, an dem der von Hitler angezettelte Weltkrieg in Europa zu Ende ging und das Nazi-Regime besiegt war.
Hinsehen und handeln, das ist Haltung weiterlesenDer Faschismus zeigt sich unter anderem gerne als folkloristische Kulturschützerei, in der Privatmythologien als „kulturelles Erbe“ behauptet werden.

Es ist unausweichlich, nun sehr konkret zu werden. Ich will Ihnen exemplarisch eine Neofaschistin vorstellen, die es real gibt, die in Gleisdorf ihre glamourösen Momente hatte.

Es hat den Anschein, als sei diese Empfehlung dem Umgang mit dem Faschismus gewidmet, aus der Erfahrung entstanden, daß er Verbrechen gebiert.

Ich finde die neuen Erscheingsformen des Faschismus insofern imposant, als da erhebliche Kulturarbeit gelungen ist.

Von Monika Lafer
Wir kennen das Märchen mit dem gut informierten Spiegel, der über Schneewittchens Schönheit berichtet.


Es gibt inzwischen hinter den Kulissen Reaktionen auf meine Rechtsruck-Glossen. Dabei ich die Frage, warum ich jene Kolumne eingeführt hab.
Ich staune ein wenig über diese Frage. Wie sollte ich mir denn eine offene Gesellschaft ohne öffentlichen Diskurs vorstellen?
Natürlich bin ich dabei auch gleich beim Thema „anschütten“. Das läßt sich doch leicht klären. Mein Hauptkriterium: Verkünden oder begründen?
Rechtsruck im Kulturbetrieb #5: Wozu diese Kolumne? weiterlesen