Es steht einem frei, Social Media ausschließlich dafür zu verwenden, daß sich eine große Menge an „Followers“, wahlweise „Friends“, generieren läßt.

Es steht einem frei, Social Media ausschließlich dafür zu verwenden, daß sich eine große Menge an „Followers“, wahlweise „Friends“, generieren läßt.

Als sich Österreichs Netzkulturszene Ende der 1990er erstmals bundesweit verständigt hatte, um sich zu konsolidieren, war noch anzunehmen, die neue Situation werde im Kern zu einer Art hochkarätigem und vor allem autonomen Feuilleton führen. (Siehe am Seitenende: Meko 99!)

Ganz egal, was ich in den Social Media tue, jeder Schritt wird in riesigen Serverfarmen vermerkt und mein Handlungsmuster ausgewertet.

Stellen Sie sich ein Ressentiment wie eine Blechkiste vor. Stabiler Deckel, Schloß, Aufschrift. Das Ding ist gut stapelbar. Eine Kiste pro Thema, das Sie bewegt. Babynahrung? Sozialismus? Geländewagen? Epidemien? Mikrowellenherde? Bundeskanzler? Ganz egal!

Es war noch nie so einfach, gekränkt zu sein. So lautete eine Headline zu Philosoph Richard David Precht im „Tagesspiegel“. Der Satz taugt als Bonmot.

Heute ist der dritte November. Dazu hat mir die Erinnerungsmaschine von Facebook zwei Notizen von 2023 aus dem Stapel gezogen, die mir vorzüglich passen.

Grausames Österreich, wo Finanzbeamte in der Nacht schuften müssen, um die Summe ihrer Aufgaben zu bewältigen und uns um vier Uhr morgens mit unverzichtbaren Informationen zu versorgen.
Banditen weiterlesenNa klar hat der Scheuer etwas sehr Literarisches, wenn er eine Geschichte erzählt. Auch falls er sie dann vor allem gezeichnet umsetzt. Das ändert nichts an der Notwendigkeit des markanten Narrativs.

Es ist inzwischen Jahrzehnte her, daß ich mit dem Innsbrucker Autor Walter Klier ein launiges Gespräch geführt hab. Darin kam das Thema „Intelligentes Medium“ vor.

Ich hatte beim Justieren der Zentralheizung ein Stück meines Archivs geflutet. Das gab bewegende Momente im Ringen um einen günstigen Ausgang der Geschichte.
