Kategorie-Archiv: Feuilleton

Diskurs: Demokratie #4, die Differenz

Diesen Slogan konnte man wenigstens seit 2015 andauernd aus dieser oder jener Ecke hören: „Wir sind das Volk!“ Der Ruf ertönt vor allem, wo jemand Partikularinteressen legitimieren möchte und als Anliegen einer großen Gemeinschaft kostümiert. Die Parole wurzelt eigentlich in den Kräftespielen, welche zum Fall der Berliner Mauer (10.11.1989) geführt haben. Ich habe ein anderes Motto zu überbringen: Wir sind die Differenz!

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Diskurs: Demokratie #3, die Republik

In meinem Logbuch war kürzlich zu notieren: „Ich bin ein Mann der Republik! Und zwar auf Inhalte und Prinzipien gestützt, die eine Sympathie für Konzepte von Putin, Orban Thiel, Trump und Xi Jinping kategorisch ausschließen. Wir müssen also reden! (Begründen, nicht verkünden.)“

Die 1980er: Dialektik-Übung mit Musiker Jom Cogan (li.).
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Diskurs: Demokratie #2, Ablinger

Reden wir über China!
Von Franz Ablinger

Weil es gerade wieder diskutiert wird: China hat 2018 einen 15-Jahres-Plan aufgesetzt, in puncto Normen bis 2035 die Nummer 1 weltweit zu werden. Der Unterschied zum Westen: das Vorhaben ist zentral gesteuert, hat also wie in allen anderen Bereichen auch eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit der vollständigen Umsetzung.

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Ada Kada: Zwischenstand

Samstag, 1. Jänner 2022. Womit das Jahr beginnen? Zum Beispiel damit: Ada Kada ist eine Künstlerin, die in Graz einige markante Akzente gesetzt hat. Sie ist Impfpflichtgegnerin. Damit steht sie in einem anderen Lager als ich (mit meinen bisher drei Impfungen). Da derzeit maßgebliche Kreise Österreichs übereingekommen sind, daß es eine Impfflicht geben soll, ist Ada Kada erheblich unter Druck geraten, denn diese Verpflichtung, bei Weigerung mit Strafe belegt, wird höchstwahrscheinlich kommen.

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Gleisdorf: Betrachtungen #17

Wer mit Euphemismen Politik macht, hat verdeckte Intentionen. Das spottet dem Prinzip der Res publica. In Gleisdorf boomt derzeit der Begriff „Liebe“, den politisch frisch erweckte Leute grade als jüngste Sau durchs Dorf treiben. Es ist bloß ein Feigenblatt. Hört man eine Weile zu, liest man mit, läßt sich das entschlüsseln. Dazu sind hier zwei Punkte zu notieren, denen die aktuelle Gleisdorfer Protestbewegung in Teilen widerspricht:
+) Ein Staat im Staat wäre das Ende der Republik.
+) Mit der Natur kann man nicht verhandeln.

Facebook-Orakel mit Weltuntergangsphantasien
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Gleisdorf: Betrachtungen #16

Ich höre und lese jetzt seit Wochen, daß es bei den Gleisdorfer Protesten nur um Liebe gehe, um Liebe und um Liebe. (Außerdem geht gegen die Impfpflicht. Eine legitime Position.) Und die Liebe. Ach, was mir mittlerweile Leute von Liebe reden, die hab ich das noch nie zuvor sagen gehört. Wunderbar!

Graffiti am Gleisdorfer Busbahnhof.
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Dokument: Karl Bauer

Gleisdorf, im Dezember 2021

Wir stehen gerade mitten in einer Pandemie, im 4. Lockdown. Seit fast zwei Jahren stehen die Kulturveranstaltungen still. Unsere Spielstätten wie Forum Kloster, Kulturkeller oder das VAZ Laßnitzthal sind geschlossen, wie auch die Wirtshäuser, Cafés und Buschenschänken. Auch Vereins- und auch Adventveranstaltungen können nicht stattfinden. Dies belastet zunehmend unser Zusammenleben und das Miteinander.

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Was es wiegt, das hat’s #59: Weihnacht

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Wie lauten Antworten der Politik auf aktuelle, regionale Vorkommnisse in der Oststeiermark? Was wird kulturpolitisch gedacht, geplant, angegangen? Was meinen Kunst- und Kulturschaffende zum Status quo? Ich weiß es nicht!

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Gleisdorf: Betrachtungen #15

Ich wurde nun mehrfach gefragt und gebe gerne Auskunft. Nein, ich fürchte das Virus nicht. Ja, ich bin geimpft. Dreifach. Weshalb? Weil ich bei meinem Wissenstand entschieden hab, daß ich im Lager der Geimpften sein will, um für den Notfall einer Infektion plus Erkrankung bessere Karten zu haben. Ich kenne Menschen, die sind vom Gegenteil überzeugt. Da haben wir eben Dissens. Na und?

Graffiti am Gleisdorfer Busbahnhof.
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