In der aktuellen Mediensituation erreicht mich vieles, das meinen Unmut auslöst. Wenn ich aber die Kanäle innerhalb meines vertrauten Milieus halbwegs offen halten möchte, gibt es keine passenden Filter, die man dagegen hochfahren könnte.

In der aktuellen Mediensituation erreicht mich vieles, das meinen Unmut auslöst. Wenn ich aber die Kanäle innerhalb meines vertrauten Milieus halbwegs offen halten möchte, gibt es keine passenden Filter, die man dagegen hochfahren könnte.

Ich finde via Social Media nach wie vor Leute aus dem oststeirischen Kulturvölkchen, die Trumps Politik für angemessen halten, die Putins Weg interessant finden und allerhand Inhalte posten, dank derer man sein Verständnis für den russischen Präsidenten vertiefen könnte.

Ich stelle hier eine Behauptung voran, die ich selbst für eine neue Erfahrung halte, deren politische Vorgeschichte zwar bis zum Kalten Krieg zurückreicht, aber nun so radikal wie unübersehbar in unseren oststeirische Wohnzimmern angekommen ist: Weltpolitik prägt Regionalpolitik. Nicht auf Umwegen, sondern sehr direkt.

Nach all den Äußerungen und Protestnoten gegen eine Richtung rechts driftende Regierung Österreichs, dabei auch allerhand Ömpörung, die ich als Pose qualifiziere, kann ich in meiner Umgebung beim bestem Willen etwas Grundsätzliches nicht finden.

Aus parteipolitischer Taktik will die FPÖ den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ruinieren. Mit dem Ziel: Partei-Propaganda statt unabhängiger Berichterstattung. (Wien, OTS) Zu den Medien-Plänen der FPÖ hält der ORF-Redaktionsrat fest:

Erklärung des „Vereins der Chefredakteur:innen“ zur Bedrohung der Pressefreiheit in Österreich
Die Pressefreiheit ist eine Grundsäule jeder Demokratie. Sie garantiert, dass Journalistinnen und Journalisten unabhängig berichten können und die Bevölkerung umfassend informiert wird – frei von politischer Einflussnahme.
Ich verstehe wahrscheinlich, daß unscharfer Kulturpessimismus sich als Reaktion auf eine Modernisierungskrise eignet, sogar bewährt.

Eine Bonmot besagt: Intelligenz ist die Fähigkeit. über zwei einander widersprechenden Ansichten nicht den Verstand zu verlieren.

Wir haben aus dem antiken Griechenland ersten Ideen von Demokratie überliefert bekommen, die Praxis kritischer Debatten und einen konsequenten Umgang mit dem Zweifel.

Ein Bonmot lautet, es sei die erste Pflicht politischer Kräfte ihrer Fraktion Mehrheiten zu verschaffen. Das leuchtet mir ein.
