Kunstsymposion: Salzkammergut-Session

Wir stehen vor einer interessanten Anforderung. Einerseits müssen wir reale Anwesenheit sichtbar machen können, denn wo bin ich, wenn ich via Medienstützung überall bin?

Günther Marchner in Gleisdorf

Günther Marchner in Gleisdorf

Dieses Festmachen von Anwesenheit und Handeln an konkreten Orten hat viele gute Gründe; Nicht zuletzt jene der Finanzierbarkeit von Wissens- und Kulturarbeit. Die Budgets brauchen örtlich eindeutig zuordenbare Quellen.

Andrerseits sind Telepräsenz und Teleworking wichtige Faktoren einer völlig neuen Situation für Fragen der Anwesenheit und der Raumüberwindung. Die alte Deutung des Denkmodells Zentrum/Provinz hilft uns da keinen Meter mehr voran.

Dazu kommt, daß viele Fragestellungen und Aufgaben weder ortsspezifisch sind, noch von lokalen Gesellschaften allein bearbeitet und gelöst werden können.

Der „kultur.at: verein für medienkultur“ und das Labor Kunst Ost verzweigen daher regionale Vorhaben in eine interregionale Situation.

Das heißt, wir agieren weder in der Region zentralistisch (alles an einem Ort), noch ignorieren wir die Möglichkeit, uns mit Kulturschaffenden anderer Regionen zu verständigen.

Die aktuelle Arbeitsverbindung in die Weststeiermark habe ich hier schon skizziert. Siehe: [link]

Die Kooperation mit Leuten im Salzkammergut entwickelt sich auch entsprechend. Die aktuelle Option, zur weiteren Klärung noch in Arbeit, lautet: „In der Gegend“ (Wissens- und Kulturarbeit jenseits des Denkmodells Zentrum/Provinz). Ein Beitrag vom Kunst Ost zum CoworkingCamp Salzkammergut (Günther Marchner), im Rahmen des 2016er Kunstsymposions „Koexistenz in Konvergenz“.

Damit will ich zunehmend deutlich machen, daß wir hier auf dem Lande den „Zentrumsleuten“ nichts nachstehen, weil unsere Zugriffsmöglichkeiten auf Informationen wie auf das Wissen anderer Leute nicht mehr davon abhängen, ob ich nun etwa die paar Kilometer Fahrtstrecke zur Landesbibliothek auf mich nehme.

Wir hatten die letzten Jahre auch reichlich Zeit, dezentrale Standort- und Ressourcennachtteile zu untersuchen, Strategien zur Kompensation und teils völlig eigenständige Verfahrensweisen auszuloten.

Das ist nun im Austausch mit anderen Aktiven auf seine aktuelle Tauglichkeit zu überprüfen.

— [2016er Kunstsymposion] [Dorf 4.0] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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