Man macht nichts falsch, wenn man die neue „Arge Kulturpakt“ ein zartes Pflänzchen nennt. Diese Reaktion auf Gleisdorfs kulturpolitische Krise wird augenblicklich von einem kleinen Kreis interessierter Personen getragen.

Techniker Ewald Ulrich, im regionalen Kulturbetrieb erfahren, hat dabei die Aufgabe übernommen, einige Schritte in die Praxis zu koordinieren. Dazu gehört im Augenblick ganz wesentlich Kommunikation. Also haben wir uns über den Stand der Dinge unterhalten.
Fragt man Ulrich nach dem aktuellen Status der Arge, gibt es Klartext ohne jede Schönrederei. Das ist im Moment eine Versuchsanordnung, in welcher jene, die sie für relevant halten, vorhandene Ideen in konkretes Handeln überführen müssen.
Ulrich ist als Unternehmer damit vertraut, daß es in solchen Situationen um Entwicklung geht. Das macht den Kern seines High Tech-Betriebes „Ana-U“ aus. Innovation beginnt mit einer Entwicklung bei den Fundamenten als ein anspruchsvoller Prozeß.
Der Begriff „Arge Kulturpakt“, so betont Ulrich lächelnd, handle von einer Arbeitsgemeinschaft. Also müsse nun an diesem Vorhaben gearbeitet werden. (Trittbretter, auf denen jemand einfach mitfahren könnte, sind offenkundig nicht vorhaben.)
Was bedeutet das alles? Es wird im Gleisdorfer Rathaus Mitte Juni 2026 eine größere Informationsveranstaltung geben. Ab da soll sich der Prozeß verdichten, um vom 22. bis 26. April 2027 eine Neufassung des „Aprilfestival“ zu ergeben. Als eine Art des kulturellen Festes der Region.

Mit diesem Modus einer kollektiven Kulturpraxis hat Ulrich in der Vergangenheit Erfahrungen gesammelt; über einige solche Festivals und Kunstsymposien. Und zwar nicht einfach als Sponsor, der einen Deal macht, sondern als Akteur, von dem solche Projekte mitgestaltet werden.
Das bedeutet, nun sind einige Würfel gefallen und es gibt einen ganz konkreten Ansatz für eine neue Kulturformation in der Region. Jetzt zählt erst einmal, welche Resonanz das bei heimischen Kunst- und Kulturschaffenden erzeugt, die gefordert sind, für eine günstige Entwicklung handelnd Verantwortung zu übernehmen. (Eine Vereinsgründung hält Ulrich vorerst nicht für notwendig. Solche strukurellen Details werden bearbeitet, wenn die konkrete Anforderung vorliegt.)
Dann darf man freilich, was Ulrich schon erlebt hat, auch mit einer guten Resonanz beim Publikum rechnen. Das wäre nun zugleich eine kleine Skizze dessen, was „autonome Kulturinitiative“ bedeutet. Die Gleisdorfer Kommune hat diesbezügliches Engagement weitgehend abgelegt. Die primären Kräfte in Kunst und Kultur sind gefordert, selbst für ihre Ansprüche tätig einzutreten.
+) Die Arge Kulturpakt im Web
+) Gleisdorf: Kulturpolitik (Übersicht)