Richtung 2016er Kunstsymposion

Wie bewältigt man komplexe Themenstellungen? Na, durch längerfristige Arbeit, die sich prozeßhaft entfaltet. Es geht hier nicht bloß um einzelne Events, sondern um eine Serie von Aktivitäten, die sich zu aktuellen Fragen entfalten. Das hat sich in den letzten Jahren bewährt. Das werden wir weiter so halten.

Heuer möchten wir das Kunstsymposion im Kosovo eröffnen

Heuer möchten wir das Kunstsymposion im Kosovo eröffnen

So entwickelte sich inzwischen das „KulturGeviert“ als ein Möglichkeitsraum in der Energieregion, um kulturpolitisch in die nahe Zukunft zu weisen. Politik ist ja eigentlich das Wechselspiel zwischen Staatskunst („Politiké“, heute vor allem: Parteipolitik) und Gemeinwesen („Polis“), also das Ergebnis dessen, was engagierte Bürgerinnen und Bürger im Dialog mit Funktionstragenden hervorbringen.

Das ist Grundlage einer Auffassung von Politik, in der sich die Zukunftsfähigkeit einer Region erweisen kann. Vor allem, wenn engagierte Bürgerinnen und Bürger das Geschehen mitgestalten. Anders dürften die großen Aufgaben auf dem Weg in die Vierte Industrielle Revolution nicht zu bewältigen sein.

Es braucht dazu Möglichkeitsräume und Dialogfelder. Es sollen möglichst unterschiedliche Kompetenzen in Austausch treten; oder auch in Gegensatz zueinander stehen. Dazu benötigen wir keine Punktlandungen und keine wachsenden Konzetrationen, Institutionalisierungen. Vertikal aufgestellte Institutionen sind Old School, sind anderen Bedingungen entsprungen und daher heute antiquiert.

Die Kooperation eigenständiger Formationen, wobei nicht zentralisiert wird, schafft eine regionale Situation, welche sich auch über Landesgrenzen hinaus erweitert. Im Kern stehen für dieses Bezugsfeld bei uns die Orte Albersdorf-Prebuch, Hofstätten an der Raab, Gleisdorf und Ludersdorf-Wilfersdorf. Davon geht nun etwas aus…

Ewald Ulrich, Schlüsselperson von "Fokus Freiberg" ist zentraler Kooperationspartner von "Kunst Ost"

Ewald Ulrich, Schlüsselperson von „Fokus Freiberg“ ist zentraler Kooperationspartner von „Kunst Ost“

Da werden gerade Schritte zum heurigen „Aprilfestival“ getan. Das führt über ein Teilthema zum 2016er Kunstsymposion, welches von Kunst Ost und dem kultur.at: verein für medienkultur realisiert wird. Dieser Anbahnungsprozeß trägt den Titel „Handfertigkeit & Poesie“, lotet aus, wie sich diese beiden schöpferischen Instanzen, der Körper und der Geist, in verschiedenen Genres zueinander verhalten.

Das Kunstsymposion wird übrigens heuer im Kosovo eröffnet und von dort in die Oststeiermark zurückgeführt. Ein weiterer Verweis auf das Projekt „From Diaspora To Diversity“, das nun im zweiten Jahr läuft. In diesem gesamten Gefüge steht heuer auch bei „Mythos Puch“ wieder die „Volkskultur in der technischen Welt“ zur Debatte. Über eine Reihe assoziierter Kulturinitiativen findet solche Art der regionalen Wissens- und Kulturarbeit zu erheblicher Breite.

+) Das Kunstsymposion im Internet [link]
+) Das KulturGeviert [link]

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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