Ich muß es mir nicht ständig vor Augen halten. Aber es ist etwas Konstituierendes. Als Mann bin ich unausweichlich Repräsentant des Patriarchats.

Ich muß es mir nicht ständig vor Augen halten. Aber es ist etwas Konstituierendes. Als Mann bin ich unausweichlich Repräsentant des Patriarchats.

Dies ist der Vorabend zum Weltfrauentag, der erstmals am 19. März 1911 stattfand. Es scheint sich in der Steiermark das Thema „Gewalt gegen Frauen“ über Jahre nicht zum Besseren bewegt zu haben.

Was Streitgespräche angeht, kennen wir seit der Antike zwei recht nützliche Kriterien. Wer Erkenntnis sucht, wird Argumente zur Sache (ad rem) bevorzugen. Wer Opponenten umrennen möchte, wird Argumente zur Person (ad personam) bevorzugen.

Es ist genau so gemeint: ich halte Dissens eigentlich für nützlich, für anregend und unverzichtbar. Er MUSS auffindbar sein, weil wir sonst Prinzipien der Demokratie für eliminiert halten müßten. Sollten wir eine pluralistische Gesellschaft vorziehen, welche Antwortvielfalt sichert, weil wir gemäß einer gängigen Vorstellung von Menschenrechten die Freiheit der Meinungsbildung für genau so ein Recht halten, dann muß es Dissens geben.

Standorte wollen stets neu bestimmt und Modi stets neu verhandelt werden. So geht Navigieren, falls man nicht – gleich einer Statue – an einem Fleck eingemauert sein möchte. Klar? Klar! Ich mache derzeit interessante Erfahrungen in den laufenden Debatten, die sich aktuell sehr stark um zwei Themenschwerpunkte verdichten: a) Geschlechteridentitäten und b) männliche Gewalt an Frauen.
