Netzkultur: Flache Kurve

In der 48. Kalenderwoche 2011 hieß es: „Mobilitätsgeschichte im Plauderton“. Da habe ich auf Facebook eine Plauderecke zum Thema Mobilitätsgeschichte aufgemacht, getragen vom Motiv „Steyr-Daimler-Puch“.

Es ist natürlich ein freundlicher Moment, wenn im "Abo-Bereich" die 999 auftaucht.

In einem einleitenden Text stand unter anderem: „inzwischen neigt sich die ära der massenmobilität auf basis von verbrennungsmotoren merklich ihrem ende zu, weil die ölförderung immer teurer wird. werden wir hart zurückstecken müssen? werden wir umdenken können? welche optionen liegen vor uns? lehrt uns die vergangenheit etwas nützliches?“

Facebook bietet einige Möglichkeiten, solche Bereiche zu bewerben. Eine Option, an der mir nichts liegt. Ich bevorzuge diesen Community-Modus; daß also die Reichweite sich quasi durch Mundpropaganda vergrößert.

Ich soll über 200.000 Nutzer allein im Raum Gleisdorf erreichen? Wozu? Das wollen di Betreiber, mich beschäftigt das nicht.

Das entwickelt sich auch entlang unserer Aktivitäten im Realraum. Ich setze also nicht auf Werbeaufwand, sondern auf das Interesse der Leute, soweit es sich eben online durch die laufenden Beiträge wecken läßt.

Vom Winter 2011 hat es also bis eben gedauert, um nun in der 11. Kalenderwoche 2015 die Tausender-Marke klingeln zu lassen. (Zwischen der 999 und der 1.000 lag ein Tag.) Hat mich natürlich gefreut.

Das bedeutet auch, wie übrigens andere Web-Bereiche mir seit Jahren ebenso zeigen, die Kurve des Community-Wachstums ist stets flach. Temporäre Ausreißen kommen vor. Manchmal kann sich kurz das Zehnfache üblicher Besuchszahlen ereignen. Ich habe aber noch nie gesehen, daß sich daraus ein Quantensprung im laufenden Besuch ergeben hätte.

Es bleibt also die vertraute Faustregel in Kraft: Content und Kontinuität sind nötig, um über Jahre eine stabile Community aufzubauen.

+) Die SDPAG-Leiste auf facebook: [link]

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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