Aus dem Rathaus erfuhren wir zur Kulturpakt-Session: „Diese Breite des Diskurses findet man in dieser Szene – wenn überhaupt – nur noch in Großstädten!“ Welcher Diskurs? Es gab keinen Diskurs, bloß ein paar Wortmeldungen.

Für einen Diskurs wäre es nötig gewesen, daß aus verschiedenen Lagern Ideenpapier und Thesen zum Status quo vorlägen, die debattiert werden könnten. Solche Papiere gibt es bis heute nicht. Aber das Interesse an den Themen ist evident.
Das kann man zum Beispiel an den Zugriffszahlen in den Social Media ablesen, wofür ich Ihnen ein Beispiel biete. Freilich ist das oststeirische Milieu offenbar zum alten Broadcasting zurückgekehrt: Ein Sender, viele Empfänger. Glossen wie meine werden gelesen, aber es kommen keine Reaktionen.

Genau das finde ich sehr bedenklich, denn es wäre nun leicht, auf die „gesendeten“ Glossen im Web zu reagieren, darauf zu antworten. Einwände? Ergänzungen? Eigene Vorschläge? Nein, die fehlen, soweit ich sehe.
Ich deute das derzeit so: Ein Gros der regionalen Kulturschaffenden erwartet, vom Staat Zuwendungen zu erhalten, fordert das auch stellenweise. Dabei stehen die eigenen Positionen nicht zur Debatte, ich erfahre auch nicht, zu welchen Schritten Eigenverantwortung führen sollen; als Reaktionen auf die Krisensituation.
Das Beispiel
Mir fiel auf, daß meine Glossen zu kulturpolitischen Themen erst einmal im Schnitt zirka 120 bis 250 Zugriffe bekamen. Das ist in diesem Milieu sehr zufriedenstellend. Aber es hat sich mittlerweile geändert. Die 864 Hits sind überraschend. 1.254? 1.741? Das ist neu. Dann sogar 1.512!

Lassen Sie mich annehmen, daß einige Zugriffe von Suchmaschinen und Bots kamen. Bleibt aber immer noch ein auffälliges Zeichen, daß sich Menschen für kulturpolitische Themen interessieren. Das Publikum wird es eher nicht sein. Ich tippe auf Kunst- und Kulturschaffende, vor allem aus der Region.
Die holpernde Kommunikation
Ich warte bis heute auf die Statuten von der Montags-Session, deren Zusendung uns am 9.2.26 angekündigt wurde. Nun also der 21.2.26. Und? Nichts. Muß ich annehmen, daß im Rathaus Symbolpolitik vor verläßliche Arbeit geht?

+) Kulturpolitik: Gleisdorf
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