Ich nennen das ab nun „Die Montags-Partie“. Jene gesellige Runde, die zur Kulturpakt-Session am 9.2.26 im Sitzungssaal des Gleisdorf Gemeinderates zusammengekommen war.

Am Seitenende werde ich einen kleinen Überblick geben, wie erstaunlich hoch im Facebook die Zugriffszahlen auf meine diesbezüglichen Glossen bisher waren. Worum ging es? Wir konnten von Politik und Verwaltung erfahren, was neuerdings alles nicht mehr machbar ist und was wir an Möglichkeiten verloren haben.
Einige Fragen zum Budget Gleisdorfs wurden abgewiesen. Gerwald Hierzi: „Das darf ich nicht sagen.“ Sehr kurios! Ich zitiere dazu das Bundeskanzleramt vom 1. September 2025: „Das Informationsfreiheitsgesetz und die verfassungsrechtlichen Bestimmungen treten in Kraft. Das Amtsgeheimnis wird abgeschafft und ein Grundrecht auf Zugang zu Informationen eingeführt.“ [Quelle]
Also warten wir, bis die Zahlen zu unseren Fragen nächstes Jahr in den öffentlichen Berichten verfügbar sind. (Für eine fruchtbare Kooperation der drei Sektoren fehlt bei solchem Transparenzmangel die Grundlage.)
Einzige Neuigkeit
Kulturreferent Karl Bauer hat seinen Entwurf für Statuten vorgetragen, die einen Verein ergeben könnten, von dem Kulturpakt-Agenda weitergetragen werden mögen. Alles Konjunktiv! Ich meine allerdings, wenn heute die „Obrigkeit“ der zivilgesellschaftlichen Basis einen Verein entwirft, dann ist das womöglich die Rache für 1848. (Ich erkläre bei Bedarf gerne, was daran die Pointe ist.)
Ich fürchte, genau das ist ein grundsätzliche Webfehler des Planes. Dieses Vereinswesen wurde nach der „Bauernbefreiung“ eingeführt, damit die Zivilgesellschaft Verantwortung übernehmen und das via Rechtspersonen (Vereine) realisieren kann, wo die alten Eliten Pflichten abgeben durften. Es hieß an jenem Montag, wir würden diese Statuten zur Durchsicht zugesandt bekommen. Heute ist Samstag. Ich hab sie nicht erhalten.
Zukunftsfähigkeit?
Ferner kamen an jenem Abend, wenn ich mich recht erinnere, bloß gezählte zwei kulturpolitische Wortmeldungen inhaltlicher Natur daher. Mehr leider nicht. Der Rest an Inputs ergab sich aus einigen Klagen Kunstschaffender in der üblichen Art, wie ich derlei Lamenti seit Jahrzehnten kenne. Die kann man blind wiederholen, egal zu welchem Anlaß: „Bitte mehr Geld, mehr Unterstützung, mehr Sichtbarkeit, mehr Auftritts- und Ausstellungsmöglichkeiten.“
Dazu fiel mir auf, daß etliche Personen, die an der karg beantworteten Umfrage der Kommune teilgenommen hatten, zur Montags-Partie gar nicht erst erschienen waren. Mein Fazit: der Kulturpakt ist tot. Das Konzept hat keine Zukunft.



Die Themen sind es freilich nicht, wie allein schon jene oben erwähnten Zugriffszahlen vermuten lassen. Es herrschzt hinter den Kulissen offenbar reges Interesse. Ich zeige Ihnen den Abfrage-Stand bei drei markanten Glossen zum 14. Februar 2026. Zur Orientierung, bei Glossen betreffs Kunst und Kultur sind gewöhnlich Zugriffszahlen von 120 bis 180 recht passabel, manchmal bis zu 300. Nun aber, in Sachen Kulturpakt Gleisdorf:
+) 12.2.: Archipel: Umsetzungsschritte: 1.288 Zugriffe
+) 11.2.: Gleisdorf: Narrative: 2.412 Zugriffe
+) 10.2.: Gleisdorf: Intermezzo: 713 Zugriffe
Übersicht: Gleisdorf: Kulturpolitik
Postskriptum
Kurz noch zum „Archipel“, weil schon gefragt wurde, weshalb ich die Klappe so aufreiße. Wir haben in den letzten Jahren ein taugliches Netzwerk aufgebaut, sind permanent aktiv, auch nach außen, weil wir konzeptionell dafür gesorgt haben, daß wir auf der „Einser-Ebene“ völlig autonom sind und laufend Programm fahren können. Unsere Arbeit für 2026/27 ist auf der Website nachvollziehbar gemacht. Siehe dazu beispielsweise:
+) Archipel 2026
+) Was läuft?
+) Der archipelische Modus