Archipel: Kulturspange

Unser „Archipel“ ist Ausdruck einer kollektiven Wissens- und Kulturarbeit. Das bedeutet, Menschen aus sehr unterschiedlichen Metiers bringen ihre Kompetenzen in Wechselwirkung.

Visuelle Notiz zum „Archipel“ von Marcus Kaiser.

Das hat nach einem mehrmonatigen Verständigungsprozeß sehr verschiedener Kräfte unter anderem dazu geführt, daß Künstler Marcus Kaiser zu einem ausladenden Gastspiel im Raum Gleisdorf eingeladen wurde. Er arbeitet derzeit an einer Art künstlerischer Schlüsselposition für den weiterführenden Prozeß.

Ich hab entschieden, daß vor Ort Arbeit nötig ist, um der außergewöhnlichen Konzeption dieses zentralen Werks eine belebte Peripherie zu verschaffen. Dieses Umfeld ist als künstlerisches und diskursives Terrain angelegt, soll gleichermaßen relevanten sozialen Fragen gewidmet sein. Deshalb fiel es mir ein, im Jahr 2009 nachzuschlagen Ich hatte damals erreicht, die Grazer „NetArt Community Convention“ nach Gleisdorf zu verzweigen: [NCC09]

2009: Kulturarbeiterin Gabriele Gerbasits in Gleisdorf. [Detail]

Das wurde unter anderem ein kultureller Akzent am Florianiplatz mit Stationen in a) Mayr’s Tee & Design und b) der Raiffeisenbank. Bei der kulturpolitischen „Freitagskonferenz“, die mit einer beachtlichen Crew – [Aviso] – aufgestellt war, hab ich meine Idee einer „Kulturspange Gleisdorf“ zur Debatte gestellt.

Diese Metapher werde ich nun neu konzipieren. Das handelt von einem kulturellen Statement quer durch die Stadt; entlang einer Ost-West-Achse.

Im Augenblick handelt das von drei „Brückenpfeilern“; dem „Privaten Kulturzentrum Florianiplatz“, dem „Zeit.Raum“ in der Bürgergasse und dem „Archipel“ in einer noch nicht näher präzisierten Zone am Westrand der Stadt. (Siehe dazu: „Diskrete Zeichen!“)

Zurück zum Werk von Marcus Kaiser. Kann ich den wesentlichen Punkt verdeutlichen? Es geht genau nicht darum, ein Event zu generieren, indem man eine faszinierende Arbeit in die Stadt stanzt.

Das wäre ein Fall von Eventmanagement: Man stellt gutes Geld auf, um eine hochkarätige Arbeit einzukaufen, promotet die Sache entsprechend und lukriert einen passablen Imagegewinn.

Für solche Verfahrensweisen braucht man weder mich, noch uns. Wir setzen auf eine komplexe Kommunikationssituation, durch die das geistige und soziale Leben eines konkreten Gemeinwesens bereichert wird. Das hat auch seine kulturpolitischen Implikationen.

Fotograf Richard Mayr bei unserer Erkundung der Raab.

Wir haben kein prächtiges Ergebnis konzipiert, das nun öffentlichkeitswirksam zu realisieren wäre. Es hat begonnen, wie Philosophie beginnt: Staunen und fragen. Daraus ergeben sich Themen und Aufgaben. Die bearbeiten wir. Das Ergebnis wird sich dann zeigen.

Die Spange
…umfaßt drei Positionen, die für unterschiedliche Methoden stehen, sich mit jeweils anderen Verfahrensweisen in Arbeit befinden. Hier die laufenden Notizen dazu:

+) Florianiplatz (Martin Krusche & Richard Mayr)
+) Zeit.Raum (Martin Krusche & Monika Lafer)
+) Archipel (Team Gleisdorf & Team Mühlviertel)

Übersicht
+) Kulturspange Gleisdorf

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffend
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