Ich bin als Mann begünstigter Teil einer vorherrschenden Männerkultur, die unübersehbar tief in ihren Fundamenten ein paar massive Probleme hat.

Ich bin als Mann begünstigter Teil einer vorherrschenden Männerkultur, die unübersehbar tief in ihren Fundamenten ein paar massive Probleme hat.

Ich muß akzeptieren, daß sich auf dem Boulevard gegen übliche Strategien zur Umsatzsteigerung von Zeitschriften direkt kaum etwas ausrichten läßt. Da haut publizistisches Personal Kerbe um Kerbe in unsere Gesellschaft.

Es ist in unserer Kultur sehr verbreitet, über Menschen zu verfügen, indem man über ihre Körper verfügt. Das beginnt nicht erst mit dem physischen Zugriff. Es beginnt mit dem, was Philosophin Elisabeth List als die „Politik der Benennung“ analysiert hat.

„Habe sie geliebt!“ Na freilich hat er. Das glaube ich ja sofort, denn ich bin hier der Dorfdepp. Bliebe noch zu klären, was einem Headliner durch den Kopf geht, wenn er so eine Zeile auf die Eins eines Massenblattes wuchtet.

Wenn wir das, was der Fall ist, nicht korrekt zu bezeichnen vermögen, haben wir keine tauglichen Begriffe. Wenn wir keine tauglichen Begriffe haben, wissen wir nicht, wovon wir reden.

Ich hab gestern ein Zitat als Tondokument aus dem Web gezogen, das möchte man für erfunden halten. Ist es aber nicht. Der Originalton eines jungen Mannes aus dem Genre Reality TV/Doku-Soap.

Soll ich annehmen, jener Teil der steirischen Gesellschaft, welcher bei Laune auf Frauen und Mädchen losgeht, habe sich geläutert, verändert? Wohl kaum.


Ich staune weiterhin, wie wenig sich in diesen Dingen bewegt. Ich muß zur Kenntnis nehmen, daß hier noch ein weiter Weg der kleinen Schritte offenbar das Maß der Dinge ist. Vor allem innerfamiliäre Gewalt, aber generell Gewalt gegen Frauen und Mädchen halte ich in unseren öffentlichen Diskursen für markant unterrepräsentiert. Ich hänge dem Modus „Vom ‚Du sollst!‘ zum ‚Ich werde!'“ an. Ich werde daher diese Themen weiter im Blickfeld halten.
Orange 2025 weiterlesenWir haben aus dem antiken Griechenland ersten Ideen von Demokratie überliefert bekommen, die Praxis kritischer Debatten und einen konsequenten Umgang mit dem Zweifel.

Die Dichte einschlägiger Meldungen der letzten Tage überfordert mich inhaltlich und emotional. Ich denke mir dazu: Das brauche ich ohnehin nicht ausführlich zu kommentieren.
