Vernetzung ist kein Ereignis, sondern ein Prozeß. Vernetzung zeigt sich in einem konkreten Wechselspiel und darstellbaren Ergebnissen.

Ein Beispiel. Ein steirisches Dreieck mit seinen Schlüsselpersonen. Das kulturpolitische Kompetenzzentrum „Kunst Ost“ (Martin Krusche) ist eine Partner-Formation des „Archipel“ (Richard Mayr). Der ergibt wiederum eine Schnittstelle zu „Art Challenge“ (Jürgen Kapeller).
Wir bearbeiten mit unseren Verbündeten konkrete Themen. Vernetzung ist dabei kein Inhalt, sondern eine Strategie, dank derer an Inhalten wirkungsvoller gearbeitet werden kann; im Sinn einer kollektiven Wissens- und Kulturarbeit.
Das bedeutet unter anderem, die in unserem Milieu so oft betonte Vernetzung ergibt sich nicht durch eine Liste mit Kontaktdaten im Internet. Sie entsteht auch nicht durch gelegentlich PR-Aktivitäten, mit denen die Veranstaltungen mehrere Initiativen promotet werden.
Vernetzung ergibt sich aus gemeinsamen Interessen an konkreten Themen und der daraus resultierenden Zusammenarbeit an eben diesen Themen.
Im Arbeitspapier „Kulturstrategie 2030“ (Die kulturelle Zukunft des Landes Steiermark) von 2023 zieht sich das Thema Vernetzung quer durch die rund 80 Seiten des Textes. Da lese ich Passagen wie diese: „Eine sehr spezifische Matrix der Vernetzungsarbeit wurde entwickelt, eine eigene Dynamik angestoßen.“
Wenn ich mich im Bezirk Weiz umsehe, speziell im Bereich „Kulturpakt Gleisdorf“, finde ich dafür auf Anhieb keine Beispiele. Das bedeutet, jene Serie von steirischen Kulturkonferenzen hat 2023, 2024 und 2025 eher nicht dazu geführt, im Bezirk solche Optionen zu fördern.

Das ist einer der Gründe, weshalb ich unser Netzwerk für das Beispiel einer Best Practice halte. Ich gebe Ihnen ein kurioses Exempel, das ich aus dem Reservoir unserer laufenden Vorhaben herausgreife. Unser heuriges Hauptprojekt ist „Mini Fabula“, in dem wir unter anderem einen Themenschwerpunkt „Künstliche Intelligenz“ bearbeiten.
Ich denke, dieses Phänomen KI ergibt im Rahmen der Vierten Industriellen Revolution den bedeutendsten soziokulturellen Paradigmenwechsel seit Sokrates die Durchsetzung der Schriftkultur kritisiert hat und seit Gutenberg den Druck mit beweglichen Lettern einführte.
Die Arbeit daran verdichtet sich in der Kooperation mit Jürgen Kapeller, wozu wir mittlerweile eine eigene Plattform im Web haben: „Art Challenge“. Ein Teil dieser Arbeit zeigt sich in kleinen KI-Produktionen, die Kapeller in einem Youtube-Kanal zusammenfaßt: „Videos ARTchallenge“. [Fortsetzung]
+) Vorlauf
+) Gleisdorf: Kulturpolitik (Übersicht)
Relevante Links zum Text
+) Archipel
+) Art Challenge
+) Kulturstrategie 2030
+) Kulturpakt Gleisdorf
+) Mini Fabula
+) Vierte Industrielle Revolution
+) Videos zu ARTchallenge