In Wundrakien ist es einfach. Dort mögen die Menschen einfach „aufwachen“, dann werden Völker vermutlich das Richtige tun und die Kriege verschwinden.

Zitat Wundrak: „Wären wir spirituell aufgewacht, wäre uns der essentiell wichtige ‚Innere Frieden‘ zu eigen, der von aussen unabhängig ist!“ Und: „Organisierte Gewalt wird in letzter Instanz von Einzel-Individuen organisiert, die im Kriegsmodus sind. […] Aufwachen wird deshalb mit allen Mitteln verhindert.“
In Kruschestan wäre das viel zu viel Konjunktiv. Da wollen die Kräftespiele verstanden werden, die Interessenlagen und die Allianzen, um taugliche Strategien entwickeln zu können, wie man die Anomalie Krieg abstellen und unsere Demokratie stabilisieren könnte.
Zwei außerirdisch reiche Männer als Präsidenten ihrer Länder setzen derzeit auf hoch organisierte Gewalttätigkeit, auf ihre Geheimdienste und Propagandamaschinerien, um ihre Einfluß-Sphären zu vergrößern, zu kontrollieren.
Tausendjähriges russisches Reich
Aus Sorge um das Wohlbefinden der Menschen in ihren Ländern? Wohl kaum. Es ist eher wie in der Feudalzeit. Der Herrscher braucht endlos Mittel, um seine Gefolgsleute belohnen können, damit sie ihm seine Machtposition sichern. Sowas hieß in der Feudalzeit Lehnstreue, die der Gefolgsmann seinem Lehnsherren schuldete, um dafür entsprechend bedacht zu werden.
Passend sprach ja Vladimir Putin von einem tausendjährigen russischen Reich („new chapters to its thousand-year history“), also von historischer Größe in der Vergangenheit. Donald Trump betonte mit „MAGA“ eine nächste große Zukunft der Vereinigten Staaten, was beide amerikanischen Kontinente meint.

Diese Männer werden aber wenigstens durch Afghanistan gleichermaßen wissen, daß eine schlagkräftige Armee allein keinesfalls reicht, um solche Pläne ins Trockene zu bringen. Effiziente Streitkräfte verlangen taugliches Gerät, bahnbrechende Waffensysteme, aber vor allem auch hinreichendes Personal, von dem genügend tot auf Schlachtfeldern bleiben kann, ohne daß a) deshalb die heimische Wirtschaft taumelt und b) das Volk daheim zu murren beginnt. (Auch darin war Afghanistan für Rußland und die USA lehrreich.)
Das westliche Europa
Aber was schert mich das alles? US-amerikanische Kräfte und russische Crews sind seit vielen Jahren damit beschäftigt, Europas Politik auf verschiedenen Wegen zu korrumpieren, das Umfeld von demokratischen Wahlen zu manipulieren und rechtspopulistischen Formationen Richtung Macht zu helfen.
Wozu? Um (s)eine Systemkonkurrenz zu beschädigen, die sie beide nicht mit Streitkräften angreifen können. So betrifft es auch mich, denn ich möchte unsere Form der Demokratie erhalten wissen. Aber wieso schert das Putin und Trump? Ich denke, weil sie sich einen wesentlichen Teil der Welt unter sich aufteilen wollen, um diese Gebiete zu kontrollieren und auszuplündern.
Weshalb nur einen Teil und nicht die ganze Welt? Weil Chinas Xi Jing, Boss der Bosse, auf gutem Weg ist, a) bezüglich Asien ziemlich unanfechtbar zu sein und b) weltweit eine Marktmacht zu entfalten, die er politisch ebenso zu nutzen weiß. Außerdem ist das benachbarte Indien eine Macht, die ich nicht einschätzen kann, die aber Putin sicher nicht ignoriert
+) Mars (Eine Debatte über Krieg)
Postskriptum
Wladimir Putins geschätztes Vermögen beträgt laut dem „Vermögen Magazin“ (Januar 2025) 36 Milliarden Euro. [Quelle] Donald Trumps geschätztes Vermögen ist laut „Forbes“ (November 2025) etwas gesunken, liegt aktuell bei 6,2?Milliarden ?US Dollar. [Quelle] Haben Sie eine Vorstellung, wie viel eine Milliarde in Dollar oder Euro ist? Ich nicht. Extrem viel.
Und dann wären da noch Unternehmer, denen Politik mit ihren Regularien sowieso ein Ärgernis ist, weshalb sie mit Politikern strategische Partnerschaften schließen. Elon Musks geschätztes Vermögen: 600 bis 677 Milliarden US-Dollar (Quelle: Die Zeit, Dezember 2025). So viel Vermögen kann man in jedem Fall nur anhäufen, wenn man die Arbeitskraft und die Konsumbedürfnisse sehr, sehr vieler Menschen zu kontrollieren vermag; und die Ressourcen, derer es für solche Aktivitäten bedarf.