Donald Trump hat eben Venezuela, einen souveränen Staat, mit seinen Streitkräften völkerrechtswidrig angreifen lassen.

Vladimir Putin hatte das vor ihm mit der Ukraine gemacht. Beide pfeifen auf internationales Recht und haben ihren Info-War gut geölt. Das heißt, ihre Propagandmaschinen laufen. Somit runden sich die Listen der Details, aus denen Kriterien ableitbar sind, wonach sich inzwischen klar sagen läßt: zwei Präsidenten, die uns zeigen, wie Systeme Richtung Faschismus fahren. (Was sich dann als unbestreitbar faschistischer Staat manifestieren wird, scheint mir noch offen zu sein.)
All das regt mich nun nicht besonders auf, denn was sollte daran überraschend sein? Da wie dort gibt es keinerlei Unklarheiten, was diese Männer vorhaben. Wie sie mit Andersdenkenden verfahren, kann man nicht mißvestehen. Sie bemühen sich ungeschminkt, jegliche Meinungsbildung zu kontrollieren, strengen sich an, Gesellschaften gleichzuschalten.
Seit dem Sturm auf das Kapitol (6. Januar 2021) und seit dem Überfall auf die Ukraine (24. Februar 2022) ergaben sich da wie dort zwar unterschiedliche, doch sehr schlüssige Bilder. Generell läßt sich sagen, daß der Faschismus nie weg war. Aber nun hat er in der Welt neue, überaus prominente, vor allem mächtige Proponenten.
Es fällt natürlich auf, daß diese protofaschistischen Feldherren überaus reiche Männer sind. Sie haben längst sehr viel mehr Mittel zusammengetragen, als ein Mensch konsumieren könnte. Dabei ist kein Ende in Sicht, wie auch bei einigen Geschäftsleuten, bei Unternehmern, die hier Trump und dort Putin begleiten. Es zeigt sich: genug ist nie genug. Ich kann es mir gar nicht anders erklären, als daß hier völlig irrationale Konzepte wirken.

Trump möchte „America great again“ machen. Putin hat in seiner Neujahrsansprache angekündigt, seine Kamarilla werde „new chapters to its thousand-year history“ hinzufügen. (Die Nummer mit dem Tausendjährigen Reich kennen wir in Europa zu gut.)
Konzentrieren!
Ich verzichte auf Ömpörung, weil das Kräftespiele sind, die ich nicht zu beeinflussen vermag. Meine Konzentration bleibt drauf gerichtet, was ich tun kann, auch: was wir tun können, um die Demokratie in Europa zu stabilisieren.
Es ist ja ganz klar, daß Trump und Putin unseren demokratischen Teil Europas als Systemkonkurrenz ansehen. Diese Konkurrenz stört beide Männer, mit China unter Xi Jinping Schritt zu halten. Mit einem China, das einen harten wie effizienten Kurs Richtung Weltmacht Nummer 1 fährt.
Wie erwähnt, der Faschismus war aus der Welt nie weg. Aber nun soll er offenbar durch Trump und Putin zu Weltrang aufsteigen. Wie bemerkenswert, daß es nun gerade diese zwei Exponenten aus Ost und West sind, ursprünglich aus verfeindeten Systeme, denen dazu die gleichen infamen Mittel einfallen.
+) Mars (Eine Debatte über Krieg)