In meinem Milieu wird gerne von einer „Szene“ gesprochen und noch lieber wird, wenn es etwa um kulturpolitische Debatten geht, von „Vernetzung“ gesprochen.

Ist Vernetzung dann mehr, als das Erstellen von Adresslisten, das gelegentliche Abfassen von Protestnoten und die eine oder andere Pressekonferenz? Schwer zu sagen. In der Oststeiermark sind die Belege für derlei Vorgänge sehr dünn gesät. Und wir so? „Konferenz in Permanenz“. Heute wieder. Diesmal als offene Formation. Das heißt jedoch nicht Podiumsdiskussion. (Dieses Format kenne ich hauptsächlich als Showprogramm.)
Aber! Gespräche. Anlässe, um für inspirierte Leute Schnittstellen zu schaffen. Und zwar nicht in dieser Abteilung: „Was hab ich davon, wenn ich beim ‚Archipel‘ Mitglied werde?“ Wir sind keine Einrichtung für „Betreutes Kunstschaffen“.
Dem gegenüber arbeiten wir kollektiv und prozeßhaft an Themen, wobei wir für Umsetzungen die Kooperation mit Menschen suchen, deren Neigungen und Kompetenzen sich kontrastreich zeigen. Es geht dabei auf einer Ebene um Kunstpraxis, auf einer anderen Ebene um Beiträge zum geistigen Leben eines konkreten Gemeinwesens.
Wozu? Es geht um unsere Zukunftsfähigkeit. Die wächst bekanntlich nicht auf der Couch und auch nicht bei Vernissagen, sondern durch themenbezogene Arbeit.
Heute: Konferenz in Permanenz:
06/11/26 (Bewährte Praxis)
[Archipel] [Gleisdorf: Kulturpolitik] [Der Text bei Linkedin]