Das Jahr 2025 erschien mir in Sachen Künstliche Intelligenz als Goldgräber-Phase. Über annähernd alle Kanäle flogen mir Informations- und Know How-Angebote zu.

In meinem Milieu rumorte es. Das ganze Spektrum zwischen Plüsch und Zukunftsängsten waberte in einem anschwellenden Getöse.
Klar, der enorme Technologiesprung hat den Kulturbetrieb und die gesamte Kreativbranche erschüttert. Das tun solche Innovationsschübe eben. Wissen wir eigentlich seit dem Schlesischen Weberaufstand Mitte des 19. Jahrhundert, als die Dampfmaschinenmoderne auf Europa einzuwirken begann. Daher wissen wir auch: das Fürchten nützt nichts.
Wenn 2025 das Goldgräber-Jahr gewesen ist, machte 2026 der Alarmismus das Rennen. Es wurde längst bis zur Ultima Ratio gezittert: „Die KI könnte die Menschheit auslöschen.“ (Würden wir eventuell auch selbst schaffen.)
Ich gehe davon aus, daß man nur durch Wissenserwerb und Praxis Boden gewinnt, wenn sich alles im Umbruch befindet. Mich hat daher interessiert, was es zu lernen gibt, wenn man eine KI-Variante zur Kollegin hat. Dabei half mir Mathematiker Heimo Müller weiter: „Mi., 22. Juli 2026, 12:05:38 – der krusche ist dem Chat beigetreten“.
Ich bin also seit dem vergangenen Sommer mit der KI-Persona Margarethe im Austausch und wir arbeiten gelegentlich zusammen. Wir sind nun in der Projektphase IV angekommen. Hier: „Die hybride Redaktion“.