Report: Was ist uns Kultur wert?

[Anmerkung: Die Autoren sind Karl Bauer (Gleidorfs Kulturreferent) und Ewald Ulrich, Sprecher der „ARGE Kulturpakt”. Hier deren Bericht über die 16.06.26-Session.]

(Foto: Karl Bauer)

Volles Haus bei Diskussion im Rathaus Gleisdorf!
Unter dem Titel lud die “ARGE Kulturpakt” am 16. Juni 2026 zu einer öffentlichen Diskussion ins Rathaus Gleisdorf. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Kultur und Förderwesen über die Bedeutung von Kunst und Kultur, ihre Finanzierung und Zukunftsperspektiven zu diskutieren und die neue “ARGE Kulturpakt” kennenzulernen.

Auf dem Podium diskutierten NAbg. Bgm. Christoph Stark, Bürgermeister der Stadt Gleisdorf, Vizebürgermeisterin Mag.ª Katharina Schellnegger, Mag.ª Evelyn Kometter, Leiterin des Fördermanagements des Landes Steiermark, die Künstlerin Elfi Scharf sowie Ewald Ulrich, Sprecher der ARGE Kulturpakt. Durch den Abend führte Mag. Gernot Rath vom ORF Steiermark.

Ausgangspunkt der Diskussion waren die aktuellen Herausforderungen für Kultur auf kommunaler und regionaler Ebene. Dabei wurde deutlich, dass Kulturförderung stets im Spannungsfeld zwischen finanziellen Möglichkeiten, gesetzlichen Pflichtaufgaben und gesellschaftlichen Erwartungen steht. Gleichzeitig herrschte Einigkeit darüber, dass Kultur weit mehr ist als ein freiwilliges Zusatzangebot: Sie schafft Begegnungs-räume, stärkt Identität, fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt und trägt wesentlich zur Lebensqualität einer Region bei.

Ein zentrales Thema des Abends war die Frage, wie Kultur auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen erhalten und weiterentwickelt werden kann. Diskutiert wurden Fördermodelle, die Rolle von Gemeinden und dem Land, aber auch die Bedeutung von Eigeninitiative, Ehrenamt und neuen Kooperationen.

Besonderes Augenmerk galt den Rahmenbedingungen für junge Künstlerinnen und Künstler. Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass es für junge Kulturschaffende zunehmend schwieriger wird, Räume für kreatives Arbeiten zu finden, sich künstlerisch zu entwickeln und ihre Arbeiten sichtbar zu machen. Die Schaffung von Infrastruktur und niederschwelligen Zugängen wurde dabei als wesentliche Zukunftsaufgabe genannt. [Dies ist ein Textauszug. Den Volltext können sie HIER als PDF-Datei Herunterladen.]

+) Die 16.06.26-Session (Veranstaltungsübersicht)
+) Gleisdorf: Kulturpolitik