Nun ein kleiner Exkurs zu den Aspekten Alarmismus, Posieren und Niedertracht. Wir, das Kulturvölkchen, möchten gerne für unangefochten halten, daß wir solchen Flausen widerstehen.

Nun ein kleiner Exkurs zu den Aspekten Alarmismus, Posieren und Niedertracht. Wir, das Kulturvölkchen, möchten gerne für unangefochten halten, daß wir solchen Flausen widerstehen.

Wir Kulturleute wußten natürlich schon bevor es Internet und Social Media gab, daß menschliche Aufmerksamkeit eine Währung ist, mit der wir Handel betreiben.

Als sich Österreichs Netzkulturszene Ende der 1990er erstmals bundesweit verständigt hatte, um sich zu konsolidieren, war noch anzunehmen, die neue Situation werde im Kern zu einer Art hochkarätigem und vor allem autonomen Feuilleton führen. (Siehe am Seitenende: Meko 99!)

Facebook ist – wie auch andere Arten der Social Media – ein Massenmedium, eine mehrheitlich völlig offene Bühne.

In einer prozeßhaften Wissens- und Kulturarbeit ist es üblicher Standard, daß sich Themen quer durch verschiedene Teilprojekte ziehen. In vergangenen Jahren hätte vermutlich jemand zum Prädikat „ganzheitlich“ tendiert.
