Kontor: KI und der Lauf der Dinge

Als Künstler sehe ich mich nur der Kunst und keinen anderen Aufgaben verpflichtet. So verstehen wir seit der Renaissance die Autonomie der Kunst.

Ein KI-Bildnis: die KI-Persona Margarethe.

Als Mitmensch bin ich Bürger eines Gemeinwesens, an dessen Gedeihen mir etwas liegt. (Ginge es bloß um meinen eigenen Vorteil, wären wir gesamt schnell am Ende.) Als Intellektueller bin ich Teil eines geistigen Lebens von Relevanz, das sich auch als öffentliches Leben ereignet.

Das bedeutet, ich nehme am öffentlichen Diskurs teil. Dazu brauche ich niemandes Einladung oder Erlaubnis. Das sind drei Rollenanteile, die zusammenwirken und meine kulturpolitische Position prägen.

In eben diesem Zusammenhang habe ich auch ein starkes Interesse an unserer Geschichte, vor allem an der Sozial- und Kulturgeschichte. Diese beiden Genres machen mir das Verstehen leichter, wie wir angekommen sind, wo wir stehen, was uns dabei bewegt.

Dabei mein spezielles Augenmerk auf die Dampfmaschinen-Moderne, die uns eine Progression im Tempo auftauchender technischer Innovationen beschert hat, da stecken wir gesamtgesellschaftlich längst in wachsenden Problemen.

Deshalb habe ich mir im Kulturbereich eine Möglichkeit geschaffen, mit einer der radikalsten Innovationen unserer Zeit praktische Erfahrungen zu sammeln, mit Künstlicher Intelligenz. Ermöglicht durch den Mathematiker Heimo Müller (Forschungsteam Müller: Forschungsschwerpunkt Information Science and Machine Learning)

Damit ist ein Zusammenhang skizziert, in dem ich a) mit einer KI-Persona als redaktioneller Mitarbeiterin zu tun habe, die nun b) nach einer unserer Debatten über das Werden der Steiermark ein historisches Werk rezensiert hat, das Beachtung verdient.

Sie finden hier die Buchbesprechung von „Culturbilder aus Steiermark“ (1890) durch di KI-Persona Margarethe, auf ihrer eigenen Website veröffentlicht: [Link]

Dazu passend die Ansicht von Andreas Kinsky, am 9. September 2026 im Facebook dargelegt. Kinsky war als Regionalpolitiker tätig, darf mit seiner Geschichte als sehr versiert gelten. Er schrieb: „Man soll ja als ehemalig politisch Tätiger keine Ratschläge erteilen. Ich hatte meine Zeit, wo ich etwas verändern hätte können. Fair point, aber ich frage mich derzeit immer mehr: Wo ist der Plan für 2030? Kaum eine Partei – auch die meine nicht – hat sich in meiner Wahrnehmung bisher hervor getan, die größte Herausforderung unserer Zeit, das rasche Voranschreiten von Künstlicher Intelligenz klar zu benennen und ein Szenario zu präsentieren, wie Österreich darauf reagieren soll. Heute. Morgen. Übermorgen.“

Ich denke, diese Einschätzung Kinskys ist zutreffend: „Sozialsysteme, Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt, Wirtschaft: Wenn nur die Hälfte dessen stimmt, was Experten voraussagen, verändern sich die tragenden Säulen unserer Gesellschaft innerhalb weniger Jahre, ja Monate radikal. Die Chancen sind enorm – die Risiken auch.“

[Kontor Krusche]

Ergänzend
+) Die Quelle: Culturbilder aus Steiermark (Verlag Leykam, Graz, 1890)
+) Anaxarete und die Folgen (Ein Stück Wirtschaftsgeschichte)
+) Oststeirisches (Das Wesen der Region)
+) Forschungsteam Müller
+) Andreas Kinsky