Gleisdorf: Lohnt sich Leistung?

[Vorlauf] Ich staune momentan über die Zugriffszahlen, welche meine vorangegangene Glosse auf Facebook erhalten hat. Mit Kulturthemen bekomme ich da im Schnitt zirka 150 bis 250 Hits, selten mehr.

Gleisdorf by KI

Nun aber, in der Zeit vom 23.09.2026 morgens bis zum 25.09.2026 mittags, erstaunliche 1.373 Hits. Das sagt zwar noch nicht viel über die Wirkung des Textes, unterstreicht aber die vorhandene Aufmerksamkeit. Ich hab in jener Glosse eine Liste von relevanten Fragen angeboten, die ich in einem kulturpolitischen Diskurs gerne bearbeitet sähe.

Vor allem in einem Milieu, welches sich als „freie“, wahlweise „autonome“ Szene hervortut, sollte diese Arbeit inzwischen erledigen: aber ebenso im Rathaus einer angeblichen „Kulturstadt“. Andrerseits erwarte ich von der Regionalpolitik unbedingt, daß wir nicht mit Floskeln hinters Licht geführt werden. Das hat mit der Erwartung von Redlichkeit zu tun. Was heißt das?

Ich halte jemanden für eine redliche Person, wenn ich annehmen darf, daß zwischen ihrem Denken, dem Sprechen und dem Tun ein Fließgleichgewicht besteht. Und daß man mir keine verdeckten Intentionen zumutet.

Wie soll sich welche Leistung lohnen?
Was genau? Wie oft haben wir jetzt seit Jahren diesen Slogan gehört? Man muß kein Genie sein, um zu bemerken, daß österreichische Politik da gesamt in Schwierigkeiten steckt. Vertrauensfragen gehen oft nicht gut aus.

Habe ich da was geleistet? (Quelle: Facebook)

Am 23.9.2026 gab es dazu im TV eine Debatte. In der ORF-Reihe „zur Sache“ ging es um das Thema „Hat die politische Mitte abgedankt?“ Ich würde mir als Mandatar inzwischen große Sorgen machen; nicht nur um mein Amt, sondern auch um den Zustand der Republik.

Inzwischen höre ich allerhand Sprücheklopferei, die mir inhaltlich gefiele, wenn die Behauptungen durch Belege untermauert wären. Konjunktiv! Wären. Leider fehlen diese Belege oft. Wie stellen sich Funktionstragende das nun vor? Sie sagen solche Sätze: „Vertrauen zurückgewinnen.“ „Glaubwürdige Politik machen.“ „Den Politikern zutrauen, daß sie das, was sie versprechen, auch umsetzen können.“

Und in der Endlosschleife: „Leistung muß sich wieder lohnen.“ Also zur Sache! Bitte die Belege auf den Tisch! Und zwar vom politischen Personal ebenso wie von Kunst- und Kulturschaffenden. Oder wir lassen das Gedöns und hoffen einfach, irgendwer werde den Laden schon schupfen; oder auch nicht. [Fortsetzung]

[Hegemonie: Themenübersicht] [Gleisdorf: Kulturpolitik]

Hier einige Quellen zu diesem Sprüchlein