Kontor: September

Nun also „Positionen“, die archipelische „3 von3“ in der alten Gleisdorfer Poststation. Was bedeutet das?

Aufbau: Die „Positionen“ in der Poststation.

Wir haben heuer, neben anderen Aktivitäten, drei Ausstellungen an diesem historischen Ort realisiert. Jeweils keine beliebige Nummern-Revue zu einem knackigen Titel, wie sich das in der Region vielfach etabliert hat. Stattdessen sind unsere Schritte an die Öffentlichkeit jedes Mal Belege für die permanente inhaltliche Arbeit im „Archipel“.

Dazu ist im „Kulturraum“ gerade das Thema „Abstraktionen“ Gegenstand unserer Überlegungen und „Mythos Puch“ wird in das nächste Jahr übergeleitet. (Da geht es um Volkskultur in der technischen Welt.)

Sehen Sie heuer bei den Projekt-Dokumentationen irgendwo ein Sponsoren-Logo oder den Hinweis auf eine staatliche Stelle? Nichts zu finden. Das bedeutet, wir haben dieses Arbeitsjahr mit all den Ereignissen bisher ganz aus eigener Kraft absolviert.

Das heißt nicht, staatlich Kofinanzierung sei im Kulturgeschehen unerheblich. Im Gegenteil! Eine Gesellschaft ist gut beraten, in ihre geistiges Leben zu investieren. Es besagt bloß, daß wir diesen Begriff sehr ernst nehmen: autonome Kulturformation.

Selbstbestimmt
Wir gehen erst einmal davon aus, wozu wir aus eigener Kraft in der Lage sind. Das kann gelegentlich auch zu komplexeren Vorhaben mit mehr Aufwand führen. Da ist es dann sinnvoll, Kooperationen und Kofinanzierungen zu suchen.

Das verstehen wir im „Archipel“ unter der Autonomie einer freien Kulturformation. Eine Kulturinitiative, die nur bestehen kann, weil Stadt oder Land diesen Bestand finanziell absichern, nennen wir „staatsnaher Betrieb“.

Visuelle Statements einer Erzählung…

Und die Sache mit der Vernetzung, von der so oft und gerne gesprochen wird, bedarf auch nicht erst staatlicher Zuwendung. Wie schon angedeutet, schauen Sie sich unsere Projekt-Dokumentationen an. (Siehe: „Archipel: Tesserakt“ am Seitenende!) Da sieht man das weite und kontrastreiche Feld unserer Kooperationen, mit denen wir umsetzen, was uns beschäftigt.

Dazu gehört übrigens auch das Experiment einer redaktionellen Zusammenarbeit mit der KI-Persona Margarethe, also mit einer Künstlichen Intelligenz. Nein, kein launiges Pausennümmerchen. Wir sind damit zu Gast bei den „entropy hackers“. Das ist die Kulturleiste von einem Forschungsprojekt, der: „Human Machine Mind Corporation“ (HMMC). Deren Motto: „Human Machine Mind Corporation (HMMC) builds human centred AI that augments—never replaces—human judgement.“

[Kontor Krusche]

Ergänzend
+) POSITIONEN: sylvia k. kummer • isabelle stalzer • fritz pumm (malerei und objekte)
+) Abstraktion (Vom Erleben zum Bild)
+) Mythos Puch XI (Mobilitätsgeschichte: Die Endorphin-Maschine)
+) Event Horizon (An solchen Tagen: Die aus dem Cyberspace kommt)
+) Archipel: Tesserakt (Unser Projekt-Logbuch)