Bei meinem jüngsten Gang ins Gestrüpp hat mich das wieder beschäftigt. Ich hab vor Jahren begonnen, mir die Gewässer in meinem Lebensraum näher anzusehen.

Bei einigen wollte ich dann wissen, wie ihr Quellgebiet aussieht und wo sie enden. So entstand in Abschnitten die „Matrix der Gewässer“. Ob das die Raab ist oder der Mittereckbach, mich hat die Frage beschäftig, wie sich unser Wohn- und Lebensraum entfaltet und etabliert hat. Jede Ansiedlung beginnt hierzulande bei einer Wasserstelle oder an einem Fließgewässer. (Wir Älpler haben es da weit komfortabler als etliche Wüstenvölker oder Steppenbewohner.)
Mehr noch, die Oststeiermark hat eine reiche und recht stabile Wasserversorgung von hoher Güte. Es kommt bei mir aus der Wasserleitung, während global viele Menschen oft Kilometer weit gehen müssen, um etwas trübes Wasser zu schöpfen.
Das Werden von Räumen fasziniert mich. Dazu kam jüngst ein anschwellende Debatte um das Thema „Künstlich Intelligenz“. Eine technische Innovation, die großer Rechenzentren bedarf. Das bedeutet einen enormen Umsatz an Elektrizität und Kühlwasser, wobei der elektrische Strom auch auf die Historie der Wasserkraft verweist.
Schließlich handelt das von meinem Selbstverständnis als Künstler. Es genügt mir keinesfalls, meine Kunstpraxis nur der eigenen Befindlichkeit, meinen inneren Vorgängen zu widmen. Diese „Matrix der Gewässer“ handelt davon, daß ich die Topographie und die Sozialgeschichte meines Lebensraum genauer kennen möchte. Ich muß detaillierter wissen, in welchem Ambiente sich meine Arbeit entfaltet.
+) Kunst Ost: Matrix der Gewässer (Berichte von einer Erkundung des Vielfältigen)
+) Kunst Ost: Brücken und Stege (Eine Sammlung)
+) Austria-Forum: Wasserstand (Meine Matrix der Gewässer)
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