Diese Kunst Ost-Sache I

Ich bin ein Netizen der frühen Jahre. Ein Bewohner der Netze seit den Tagen, als es in Österreich noch gar kein Internet gab. Worum geht es heute?

Nein, ich muß nicht alles erklären!

Heute könnte man mich für einen Internet-Neandertaler halten, denn ich hab mich von etlichen Prinzipien der Gutenberg-Galaxis nie gelöst. Aus guten Gründen. In einem rundum wirren, temporeichen Kampf um die Aufmerksamkeit eines Publikums habe ich an einer subkulturellen Pose festgehalten.

Das meint, im Bereich „Club-Format“ beherrsche ich mein Handwerk und komme gut zurecht. Das wird niemals einen Reichweiten-Tsunami ergeben. Ich ringe auch nirgends um Follower-Zahlen im fünfstelligen Tausenderbereich.

Mich interessiert ein geistiges Leben von Relevanz in einem überschaubaren Raum, welchen ich gegen den Boulevard und allerhand Ramsch abgrenzen kann. In diesem Zusammenhang bin ich immer noch auf Facebook präsent und betreue dort einige Leisten redaktionell.

Wer nun meint, die Timeline von Kunst Ost sei das „Schwarze Brett“ eines Kunstvereins, vielleicht der Generalbriefkasten für kulturelle Postwurfsendungen, hat sich weder diese Timeline genauer angesehen, noch das dazugehörige Info. Da heißt es knapp, Kunst Ost sei „ein kulturelles Labor“. Dessen Trägersystem heißt übrigens „Kunst Ost – kulturpolitisches Kompetenzzentrum“.

Das Amtliche…

Und die Facebook-Leiste? Das ist mein Feuilleton. In genau diesem Sinn: Old School. Eine Kulturleiste mit interessanten Beiträgen aus verschiedenen Genres. Es ergibt sich aus meiner laufenden Lektüre, über die ich einige Klarheit suche, was sich auf der Höhe der Zeit tut.

Nein, das ist keine Bühne für Selbstrepräsentation. Das ist eine altmodische Kolumne, die zum Blättern anregen soll, um dabei auf Themen zu stoßen, die einem sonst vielleicht kaum unterkämen.

Ich glaube nämlich daran, daß ein eher breiter Bildungshorizont uns kulturell und sozial voranbringt. Also ein nennenswertes Spektrum von Themen, zwischen denen man sich zu orientieren versteht.

Das kann erstens ein sinnliches wie intellektuelles Vergnügen sein. Das gibt zweitens Gelegenheit, sich darin zu üben, seine eigenen Auffassungen bezüglich eines Themas zu überdenken, womöglich zu revidieren.

+) Netzkultur (Ein Praxis-Feld)
+) Kunst Ost auf Facebook