Ich sollte mich heute (8. Mai 2026) um nichts so sehr kümmern, wie um unsere Vernissage in der alte Poststation: „artgerecht“.

Aber genau das bedeutet in meinem Fall, daß mir jetzt schon recht viele Dinge durch den Kopf gehen, die völlig jenseits dieses Abends liegen. Ich kann mich in der Wissens- und Kulturarbeit nie auf bloß eine Sache konzentrieren.
Wir werden ja in wenigen Wochen, am 3. Juli 2026, die Ausstellung zu Ingeborg Bachmann eröffnen: „Böhmen liegt am Meer“. In diesem Zusammenhang habe ich nun Albert Einstein nicht abgewiesen, als er jüngst bei mir ankam, um mir das mit Raum und Zeit genauer zu erläutern. Und wie man durch diese Dimensionen reisen kann.
Natürlich war ich davon nicht sehr beunruhigt, weil ich durch die Lektüre einer halben Bibliothek an Science Fiction-Literatur geschult bin, dabei nicht den Verstand zu verlieren. Mir kommt Einstein allerdings ein wenig umständlich vor, was daran liegen mag, daß er heute gleichermaßen aus der Vergangenheit und aus der Zukunft kommt. Der kennt meine Codes nicht, ich seine ebenso wenig.

Ich konnte dann bald herausfinden, daß man ziemlich derangiert daherkommt, wenn man mit mäßiger Kondition auf Zeitreise geht. Es ist physiologisch strapaziös, obwohl dabei so viel auf subatomarer Ebene passiert, wo man ja keine Muskeln und Nerven hat. (Die formieren sich erst auf einem höheren Organisationsniveau der Teilchen.)
Ich hab mich inzwischen mit Muddy Waters verständig, weil ich zum Thema Blues ein paar offene Fragen hatte. Außerdem mit Billie Holiday, was mich dann zu Ingeborg Bachmann brachte. Ich sehe da nämlich ein paar Querverbindungen, die mich interessieren.
Johannes Rubey arbeitet ja auch schon an diesem Themenkomplex. Aber nun der Reihe nach! Heute die Vernissage, danach kommt wieder mehr Ruhe in meinen Kopf und ich kann die Dinge besser sortieren.
+) artgerecht (Ausstellung)
+) Böhmen liegt am Meer (Ausstellung)
+) Johannes Rubey
