Gleisdorf: Vernetzung

Das Wort Vernetzung wird gerne als eine Art Duftmarke verwendet. Großräumig ist das in der Praxis ein Prozeß, der Jahre des Engagements verlangt, nur durch Kontinuität und Paktfähigkeit gesichert werden kann.

Die Basis: wechselseitiges Interesse und Kooperation.

Kleinräumig ist es zügiger realisierbar, wenn die Interessen klar sind, ebenso der Nutzen, den alle Beteiligten daraus ziehen können. Und wenn auf verdeckte Intentionen verzichtet wird, denn die zerstören jede Art der Beziehung.

Mein Engagement im „Archipel“ mag sich herumgesprochen haben. Dabei spielt Webpräsenz eine wichtige Rolle. Unter anderem, weil der wirtschaftliche Druck bei den traditionellen Medien immer weniger Platz läßt, um über Projekte wie unseres zu berichten.

Internet-Präsenz und aktive Netzkultur sind daher wichtige Möglichkeiten, mit denen wir uns an unser Publikum wenden. Außerdem sind die unterschiedlichen Themenbereiche und Arbeitsgebiete auf mehrere Formationen verteilt.

Der Grund ist simpel und am Beispiel „Archipel“ gut darstellbar. Ein konsequenter und auch stellenweise harter kulturpolitischer Diskurs muß im Konsens der Beteiligten stattfinden, verlangt Übereinkunft. Nun besteht aber im „Archipel“ und dessen engerem Kreis dieser kulturpolitische Konsens zu Details nicht grundsätzlich, sondern müßte – der Fairness halber – zu jedem Thema erst erarbeitet werden.

Dagegen befinden Sie sich hier bei „Kunst Ost“, dem kulturpolitischen Kompetenzzentrum. Da gibt es so einen Grundkonsens. Vernetzung bedeutet daher unter anderem, daß eine Gruppe nicht alle relevanten Themenbereiche abdecken muß. Die Mischung wirkt im Gemeinwesen klimatisch.

[Gleisdorf: Kulturpolitik]

Apropos Archipel!
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