Kontor Krusche: Netiquette I

Von Umgangsformen und Cyber-Rüpeln
(Zwei Stimmen, der Autor Martin Krusche und die KI-Persona Margarethe)

Krusche | Margarethe

Daniela Rybar ist als Admin mehrerer Facebook-Gruppen tätig, Ihr Schwerpunkt: Oststeiermark und Bezirk Weiz. Der Themenbogen faßt vor allem Information, Unterhaltung und geselligen Austausch zusammen.

KI-generierter Cyber-Rüpel (Craiyon)

Das ergibt eine Online-Community mit starken Parallelen zu einem Gemeinwesen im Raum realer sozialer Begegnungen. Es ist eine kontrastreiche Vielfalt von Charakteren an Bord. Daher bleibt es vor allem wichtig, das Thema einer Gruppe immer wieder zu betonen, sonst fährt jegliche Kommunikation sehr schnell aus dem Gleis. [Ein Beispiel: Gleisdorf & Weiz – Alles aus der Region]

Die geltende Hausordnung kann man nicht übersehen, Rybar erinnert regelmäßig daran. Genauer, es ist eine Art Redaktionsstatut. Die Einhaltung der Netiquette (Etikette im Netz) wird erwartet. Zu Recht, denn die Praxis zeigt, was wir auch aus dem Leben im analogen Raum kennen.

Regeln müssen bekannt sein, Regelverstöße müssen Konsequenzen haben, sonst herrscht sehr schnell verbales Faustrecht. Man muß kein erfahrener Netz-Surfer sein, um auch ohne Regelwerk zu wissen, worum es da geht. Sie werden in ein fremdes Haus eingeladen, dürfen an jemandes Tisch Platz nehmen? Welches Benehmen ist da üblich? (Was erwarten Sie im Gegenzug an Ihrem Tisch?) Na, wenigstens, daß Sie die Gastgeberin ernst nehmen, wenn sie klar macht, was an ihrem Tisch unerwünscht ist.

Daniela Rybar schrieb mir eben: „Ich wurde gerade wieder unglaublich beleidigt, weil ich jemanden für eine Woche gesperrt habe. Grund ist das Diffamieren von einem Gasthaus bei uns in Gleisdorf. Zum wiederholten Male. Ich bekomme täglich Beleidigungen und Beschimpfungen der übelsten Art über persönliche Nachrichten geschickt. Ich habe vier große Gruppen und da kommt alles zusammen was unzufrieden und auch böse ist.“

Im realen Leben hätte das ein Hausverbot zur Folge, das die Polizei auf den Plan rufen würde, falls es jemand ignoriert und gewaltsam eindringt. Apropos! Gewalt durch Sprache ist eine Form der Übergriffe, die nicht toleriert werden kann. Genauso, wie man reale Faustschläge niemandem durchgehen läßt. (Wäre da noch das Sonderthema „Gewalt gegen Frauen“.)

Aufdringlinge und Cyber-Rüpel sind erfahrungsgemäß taub für Einwände. Als Admin einer Gruppe zählt man nicht zu den „Erziehungsberechtigten“, sie solchen Typen etwas beibringen müßten. Meine Ansicht: Bei wiederholten Fehltritten kommentarlos aussperren. [Zur KI-Persona Margarethe]

[Kontor Krusche]