Der Puch Kübelwagen

Die generative KI läßt ihn lieblicher aussehen als er war, hat ihm per digitaler Shönheits-OP das Naserl gestreckt.

Was die KI liefert.

So wäre der Puch Kübelwagen (600 M) heute womöglich sogar als Spaßmobil vermarktbar. Aber derlei zu entwickeln ist sehr teuer. Dazu hat Österreich eher kein Potenzial. Derweil gibt es noch nicht einmal den einst vergrabenen Prototypen in passablem Zustand. Allerdings arbeiten einige erfahrene Puchianer an der Widerauferstehung jener stählernen Leiche, die wir letzten September ausgegraben haben.

Mit technischen Lösungen sind momentan vor allem Fredi Thaler und Manfred Haslinger befaßt. Dieses Duo hatte sich schon beim Wiederaufbau des Weingartmann’schen Renn-Häfligers bewährt. Und die Blechabteilung? Natürlich Walter Pillich, der Mann mit dem Prinzip: „Man muß wissen, wo man hinhaut“.

Wenn Meister Pillich ordiniert.

Es ist ein klassischer Job in der gängigen Gemengelage: Keine nützliche Dokumentation. Bloß zwei Fotos und ein Holzmodell. Ein paar Zeichnungen. Die verrosteten und zusammengeknäulten Reste aus der Erde. Das verlangt jetzt detektivische Arbeit und vor allem Know how, wie damals im Werk gearbeitet wurde, welche Lösungen man seinerzeit angestrebt hat.

Wer die Reste des Originals sieht, mag sich eher nicht vorstellen, wohin das führen soll. Aber ich hab solche Prozesse schon gesehen. Blechernes Netzleiberl, lose Trümmer, viel Rost… na klar wird der Puch 600 M wieder fahren. Das hat eben jene Crew ja auch mit dem Puch Landwagen geschafft.

+) Puch 600-M, Prototyp (Offener Personen Kleinwagen)
+) Der Renn-Haflinger von Hans Weingartmann
+) Puch Landwagen (Übersicht)